Kaderplanung, Abwehr, Angriff: Drei Gründe für den Höhenflug des CFC

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Chemnitz - Fünf Spiele, 13 Punkte, 13:2 Tore: Der Chemnitzer FC rockt die Fußball-Regionalliga Nordost, grüßt punktgleich mit Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt von ganz oben.

Nach dem eindrucksvollen 3:1-Erfolg gegen den FSV Zwickau am 3. Spieltag setzte die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda (38) mit dem zweiten Derbysieg gegen den Erzrivalen FC Erzgebirge Aue (3:1) am Samstag noch einen drauf.

TAG24 kennt die Gründe für den Höhenflug des ehemaligen Drittligisten:

Frühe Kaderplanung

Jan Löhmannsröben (35) ist einer der Neuzugänge. Er wechselte vom Halleschen FC zum CFC.
Jan Löhmannsröben (35) ist einer der Neuzugänge. Er wechselte vom Halleschen FC zum CFC.  © Picture Point/Gabor Krieg

Bereits auf der Mitgliederversammlung Mitte April kündigte Sportdirektor Chris Löwe (37) an: "Wir erhöhen das Budget. Die Qualität der Mannschaft wird sich deutlich steigern."

Der ehemalige Bundesligaprofi ließ seinen Worten schnell Taten folgen. Die halbe Mannschaft wurde verabschiedet und zahlreiche Neuzugänge verpflichtet.

Jan Löhmannsröben (35), Dennis Slamar (31), Andreas Geipl (34) - sie alle spielten schon in höheren Ligen. Ein dickes Pfund: Mit dem Trainingsstart am 17. Juni stand bereits die komplette Mannschaft in Chemnitz auf dem Platz.

CFC-Trainer feiert grandiosen Derby-Sieg auf Chemnitzer Weinfest: "Meine Spieler sind herzlich eingeladen!"
Chemnitzer FC CFC-Trainer feiert grandiosen Derby-Sieg auf Chemnitzer Weinfest: "Meine Spieler sind herzlich eingeladen!"

Das Ergebnis zeigt sich jetzt auf dem Rasen: ein eingeschworenes Team, in dem jeder für jeden kämpft, kratzt und beißt. Löhmannsröben: "Bei uns gibt es keine Diva!"

Starke Defensive

Kann sich auf seine Abwehr verlassen: CFC-Torwart David Richter (27, gelbes Trikot).
Kann sich auf seine Abwehr verlassen: CFC-Torwart David Richter (27, gelbes Trikot).  © Picture Point/Roger Petzsche

52 Gegentore in der vergangenen Saison - das war deutlich zu viel, um oben anzugreifen. "An der Spitze stehen die Mannschaften, die die wenigsten Gegentore kassieren, die sich über eine Top-Defensive definieren", betont Trainer Benjamin Duda (38).

Löhmannsröben, Slamar, Geipl sorgen für Stabilität und Ruhe in kritischen Situationen. Torwart David Richter (27), als klare Nummer eins verpflichtet, überzeugte mit mehreren Paraden. In fünf Spielen musste der 1,94-Meter-Hüne erst zweimal hinter sich greifen.

Duda: "Meine Spieler sind besessen davon, zu null zu spielen, das eigene Tor zu verteidigen."

Torgefährliche Offensive

CFC-Spieler Jonas Marx (21, l.) fällt Co-Trainer Niklas Hoheneder (39) nach seinem 2:0-Treffer gegen den FSV Zwickau in die Arme.
CFC-Spieler Jonas Marx (21, l.) fällt Co-Trainer Niklas Hoheneder (39) nach seinem 2:0-Treffer gegen den FSV Zwickau in die Arme.  © picture point/Sven Sonntag

"Wir sind immer in der Lage, gefährliche Aktionen zu kreieren", sagt Löwe. Das Erfreuliche: Chemnitz nutzt diese Torgelegenheiten auch. 13 Treffer stehen aktuell zu Buche. Der Offensivmotor läuft prächtig.

Der als Nachfolger von Top-Torjäger Dejan Bozic (33) neu verpflichtete Ron Berlinski (32) verletzte sich am 1. Spieltag. Jonas Marx (21) sprang direkt ein, steht schon bei vier Toren.

Der dribbelstarke Domenico Alberico (27) strahlt über Linksaußen permanente Gefahr aus. Er traf dreimal. Maximilian Fesser (24) stach zweimal als Joker zu. Tom Baumgart (28) steht nach seinem Doppelpack gegen Aue ebenfalls bei zwei Treffern.

Mit dem Spitzenspiel beim Meister 1. FC Lok Leipzig geht es für die Chemnitzer am 25. August in der Liga weiter. Löwe: "Jetzt geht es darum, diese Welle so lange wie möglich zu reiten, um dem Anspruch, den wir an uns selber haben, gerecht zu werden."

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Gabor Krieg, Picture Point/Roger Petzsche, Picture Point/Sven Sonntag

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