Kurioser Schiri-Pfiff verhindert Tor! CFC-Kicker Stockinger: "Ein verrücktes Spiel"

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Chemnitz - 15 Tore erzielte Tobias Stockinger (26) in 55 Spielen für den BFC Dynamo. Im Sommer wechselte der 26 Jahre alte Offensivmann zum Chemnitzer FC. Nach 29 Einsätzen für die Himmelblauen steht ein Treffer zu Buche. Das zweite Saisontor, das ein wunderschönes war, verhinderte am Sonntag der Schiedsrichter.

Schiedsrichter Marcel Riemer (40) hatte in Chemnitz nicht seinen besten Tag.
Schiedsrichter Marcel Riemer (40) hatte in Chemnitz nicht seinen besten Tag.  © Picture Point / Sven Sonntag

Zum Entsetzen der Chemnitzer erkannte Marcel Riemer (40) in der 72. Minute das vermeintliche 2:2 gegen Meuselwitz ab. "Er meinte, er hätte den Ball berührt. Deshalb ging es mit Schiedsrichterball weiter", verstand Stockinger die Welt nicht mehr.

Die TV-Bilder zeigten eine minimale Ball-Berührung des Referees beim Steilpass von Dario Gebuhr (22). Ohne die lautstarken Proteste der Meuselwitzer Bank, die nach dem Tor komplett aufsprang, wäre der Pfiff wahrscheinlich ausgeblieben.

Die Chemnitzer hingegen protestierten nicht, als acht Minuten nach dem Seitenwechsel das 1:2 fiel. Beim schnell ausgeführten Freistoß der Gäste rollte der Ball noch. Er hätte ruhen müssen. Dieses Tor hätte nicht zählen dürfen.

Geisterstimmung im CFC-Stadion! Müller trifft in Nachspielzeit zum Sieg gegen Meuselwitz
Chemnitzer FC Geisterstimmung im CFC-Stadion! Müller trifft in Nachspielzeit zum Sieg gegen Meuselwitz

Sei es, wie es sei. Die Elf von Trainer Benjamin Duda (37) riss in der Nachspielzeit mit dem Treffer von Felix Müller (33) den Sieg noch an sich. "Zwei Tore in den letzten neun Minuten - das zeigt den Charakter und die Mentalität meiner Mannschaft", lobte der Coach.

CFC-Spieler Stockinger nach Stimmungsboykott: "Würden uns freuen, wenn die Fans uns wieder supporten"

Tobias Stockinger (26) zählte gegen den ZFC zu den Besten auf dem Platz. Leider wurde sein Tor nicht anerkannt.
Tobias Stockinger (26) zählte gegen den ZFC zu den Besten auf dem Platz. Leider wurde sein Tor nicht anerkannt.  © imago/HärtelPRESS

"Ein verrücktes Spiel", atmete auch Stockinger nach der turbulenten Schlussphase durch: "Die ersten zehn Minuten waren katastrophal. Wir liegen schnell zurück. Wir haben uns gesteigert, waren beim Passspiel aber zu unsauber. Kurz vor der Pause haben wir den Ausgleich erzwungen."

Nach dem erneuten Rückstand musste sich das Duda-Team eine ganze Weile schütteln. Dann bliesen Stockinger & Co. zur Schlussoffensive: "Großes Kompliment an die Mannschaft, dass sie nach dieser schweren Woche und dem erneuten Rückstand so zurückgekommen ist."

Zum Stimmungsboykott meinte der gebürtige Passauer: "Wir haben ein gutes Zeichen gesetzt und würden uns freuen, wenn uns die Fans in den kommenden Spielen wieder supporten."

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/HärtelPRESS, PICTURE POINT / Sven Sonntag,

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