Chemnitz - Überraschendes Ende eines jahrelangen Rechtsstreits und eine krachende Niederlage für Ex-CFC-Präsidentin Romy Polster!
Das Oberlandesgericht Dresden hat am Mittwoch im Berufungsverfahren zum Cateringvertrag zwischen der Chemnitzer FC Fußball GmbH und der Polster Sport Catering GmbH das Urteil in zweiter Instanz verkündet.
In dem Verkündungstermin stellte der Vorsitzende Richter, Ulf Johannes Dieker, fest, dass die ausgesprochene außerordentliche fristlose Kündigung rechtswirksam war. Die Revision wurde nicht zugelassen.
Das Landgericht Chemnitz hatte die im August und September 2023 ausgesprochenen Kündigungen der Catering-Verträge im August 2024 für unwirksam erklärt.
"Wir vertreten eine andere Rechtsauffassung als das Landgericht und werden die Mitglieder unseres Hauptgesellschafters, dem CFC e.V., in die nächsten Schritte einbinden, um das weitere Vorgehen auf die breitestmögliche Basis zu stellen", hatte CFC-Geschäftsführer Uwe Hildebrand damals erklärt.
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung stimmten die CFC-Mitglieder trotz des Kostenrisikos im September 2024 mit der überwältigenden Mehrheit von 93,38 Prozent für den Gang vor das Oberlandesgericht.
Dem OLG-Urteil gingen insgesamt drei Verhandlungstermine seit Dezember 2025 voraus, in denen unter anderem Zeugen beider Streitparteien gehört wurden.
CFC-Geschäftsführer Uwe Hildebrand: "Wir nehmen das Urteil mit aller Demut zur Kenntnis"
Im Verfahren vor dem OLG ging es letztlich entscheidend um die Frage, ob die im Laufe des Prozesses vor mehr als zweieinhalb Jahren ausgesprochene Kündigung durch den CFC rechtswirksam war. Die schriftliche Urteilsbegründung liegt derzeit noch nicht vor und wird den Parteien in den kommenden Tagen zugestellt.
In einer Pressemitteilung des Regionalligisten erklärte CFC-Geschäftsführer Uwe Hildebrand am Mittwoch: "Wir nehmen das Urteil mit aller Demut zur Kenntnis und sind froh, dass dieses langjährige Verfahren nun beendet ist und für alle Parteien Klarheit herrscht. Eine juristische Auseinandersetzung ist nie eine schöne Sache. Für uns als Verein geht es jetzt darum, den Blick nach vorn zu richten und eine stabile, zukunftsfähige Lösung im Bereich Catering zu entwickeln."
Der Übergang zu einem neuen festen Catering-Partner werde "in enger Abstimmung mit dem Stadionbetreiber mit der notwendigen Sorgfalt und Ruhe gestaltet. Dabei behalten wir die Interessen des Vereins, seiner Partner und unserer Fans stets im Blick", ergänzte Hildebrand.
Rechtsanwältin Annette Neuerburg, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Adrian Peters den CFC erfolgreich in dem mehrjährigen Verfahren vertreten hat, ergänzte: "Das Gericht hat sich in zweiter Instanz umfassend mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt. Das OLG hat die Revision nicht zugelassen. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Gegenseite die Möglichkeiten einer sogenannten Nichtzulassungsbeschwerde prüfen wird. Unabhängig davon bin ich froh, dass das Gericht die im Verlauf des Prozesses erklärte Kündigung für wirksam erachtet hat."