Reha statt Saison-Vorbereitung: CFC-Verteidiger Ekui ackert fürs Comeback
Chemnitz - Am Montag schaute Martial Ekui (21) bei seinen Teamkollegen im Trainingscamp in Aigen-Schlägl vorbei. Seit Dienstag ackert der verletzte CFC-Linksverteidiger in der Rehaklinik Donaustauf an seinem Comeback.
Der 21-Jährige ist der Einzige aus der Mannschaft von Trainer Benjamin Duda (38), der in der Vorbereitung fehlt. Ekui wird auch den Großteil der Hinrunde verpassen. Grund ist eine OP im Mai. Die Beschwerden im linken Knie hatte Ekui in der Rückrunde über einen längeren Zeitraum.
"Ich wollte die Verletzung zunächst konservativ behandeln lassen. Als es nicht besser wurde, war ich in München bei einem Spezialisten. Dr. Manuel Köhne riet mir zur Operation. Da war der Schock schon groß." Nun stand fest: Fünf, sechs Monate ist Ekui komplett raus.
"Meine Familie, mein Freundeskreis, meine Teamkollegen - sie alle haben mich in dieser schweren Zeit unterstützt, mir immer wieder Mut zugesprochen. Die ersten Wochen nach der OP waren mental nicht einfach. Wenn du das angeschwollene Knie siehst - da kreisen dir viele Gedanken durch den Kopf."
Martial Ekui verpasste das Türkei-Camp
Das mentale Tief hat der Außenverteidiger längst überwunden. Zielgerichtet arbeitet er an seinem Comeback. Die ersten Tage der Vorbereitung weilte Ekui bei der Mannschaft - immer mit einem Lächeln im Gesicht. Im September, Oktober will er wieder auf dem Trainingsplatz stehen: "Dafür werde ich hart arbeiten."
Die Wochen bis zum Comeback werden ihm einiges abverlangen. Die Muskulatur im linken Bein muss nahezu komplett aufgebaut werden. Ekui hofft, dass er im Herbst schnell zu alter Leistungsstärke zurückfindet. Vor einem Jahr kam er von der SpVgg Hof (Oberliga). Er unterschrieb in Chemnitz seinen ersten Profivertrag und verdrängte CFC-Eigengewächs Niclas Walther (23) aus der Stamm-Elf.
Ekui: "Vor allem das erste halbe Jahr habe ich ganz gut performt. Das lag auch daran, dass mir Trainer Benjamin Duda und Sportdirektor Chris Löwe das Vertrauen geschenkt haben. Ich hatte keine Angst, Fehler zu machen. Ich konnte beruhigt aufspielen."
Das neue Jahr begann mit einer hartnäckigen Erkältung. Ekui verpasste das Türkei-Camp. "Danach hat es mich nochmal erwischt. Dann kam die Sache mit dem Knie. Alles in allem war es trotzdem ein gutes erstes Jahr. Ich konnte vor einer riesigen Kulisse spielen. Das hätte ich mir vor einiger Zeit nicht erträumt."
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