Brutaler Santos-Patzer und Last-Minute-Knockout: SGE verliert nach wildem Flutlicht-Kick in Stuttgart

Stuttgart - Eintracht Frankfurt hat nach dem Last-Minute-Remis gegen Borussia Dortmund direkt die nächsten Rückschläge kassiert! Beim VfB Stuttgart setzte es eine 2:3 (1:2)-Niederlage, an der Kaua Santos zweifelsohne erheblichen Anteil hat.

Eintracht-Schlussmann Kaua Santos leistete sich gegen den VfB Stuttgart einen üblen Patzer, brachte die Schwaben so zurück ins Spiel.
Eintracht-Schlussmann Kaua Santos leistete sich gegen den VfB Stuttgart einen üblen Patzer, brachte die Schwaben so zurück ins Spiel.  © Thomas KIENZLE/AFP

Bis zur 27. Minute lief für die Gäste eigentlich alles wie am Schnürchen, wenn man den Nackenschlag für Younes Ebnoutalib, der nach knapp 20 Minuten verletzungsbedingt herausmusste, ausklammert.

Die Frankfurter waren durch einen bärenstarken Kopfball von Rasmus Kristensen bereits in der 5. Minute früh in Führung gegangen, hatten hinten nicht wirklich etwas zugelassen. Stuttgart mühte sich, wirklich gefährlich wurde es allerdings nicht.

Ein brutaler Patzer stellte das Spiel dann jedoch praktisch aus dem Nichts komplett auf den Kopf.

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Eine Flanke von Maximilian Mittelstädt segelte ungefährlich in Richtung des Fünfmeterraums der Eintracht. Keeper Kaua Santos war heraus geeilt, hatte die Hände schon am Ball ... und ließ den anschließend vor die Füße von Ermedin Demirović fallen.

Der zögerte nicht lange, befördert das Leder gedankenschnell an zwei Frankfurtern vorbei zum 1:1 über die Linie.

Der Frankfurter Winterzugang Younes Ebnoutalib musste verletzungsbedingt früh vom Feld.
Der Frankfurter Winterzugang Younes Ebnoutalib musste verletzungsbedingt früh vom Feld.  © Tom Weller/dpa

Eintracht Frankfurt gerät nach Santos-Patzer ins Schwimmen, Deniz Undav dreht für Stuttgart die Partie

Deniz Undav (vorne) erzielte für die Stuttgarter den 2:1.
Deniz Undav (vorne) erzielte für die Stuttgarter den 2:1.  © Tom Weller/dpa

Dem Schlussmann war im Anschluss die völlige Verunsicherung anzumerken, die Defensive ließ sich anstecken. Das Resultat brachte die Cannstatter Kurve sowie den Großteil des Stadions zum Beben - und alle Anhänger der Hessen zum Verzweifeln.

Die Schwaben nutzten die sich bietende Gunst der Stunde und übernahmen die Kontrolle. Deniz Undav, der im Strafraum der Gäste zu viel Raum hatte und von Josha Vagnoman bediente wurde, drehte die Partie mit seinem leicht abgefälschten Tor zum 2:1 in Minute 35 folgerichtig komplett.

Die Eintracht geriet von Szene zu Szene immer mehr ins Schwimmen, hatte Glück, mit nur einem Tor Rückstand in die Pause wanken zu können.

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In Halbzeit zwei schenkten sich die Teams nichts, lieferten sich einen Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben.

In Halbzeit zwei schenkten sich beide Teams nichts ...
In Halbzeit zwei schenkten sich beide Teams nichts ...  © Tom Weller/dpa

Eintracht Frankfurt mit spätem Ausgleich, das letzte Wort hat allerdings der VfB Stuttgart

Beispiel gefällig? Chris Führich verpasste in der 57. Minute die mögliche Vorentscheidung, sein Abschluss rauschte haarscharf am rechten Pfosten vorbei ins Toraus. Am anderen Ende des Feldes hämmerte Ansgar Knauff den Ball mit einem Volleyschuss an den Querbalken (58.). Nur zwei Minuten später fehlten Undav Zentimeter zum Glück. Kurzum: Es ging munter hin und her.

Vor allem die Schlussphase hatte es bei dem inzwischen wilden Kick in der MHP Arena, der sicherlich jedem neutralen Fan das Herz aufgehen ließ, dann so richtig in sich. Undav hätte mehrfach zum Mann des Spiels werden können, scheiterte jedoch.

In der 80. Minute feierte Ayoube Amaimouni-Echghouyab ein Traumdebüt für die Hessen. Der Youngster traf kurz nach seiner Einwechslung zum 2:2. Sonderlich lange sollte die Freude der Frankfurter, die nun auch den Sieg wollten, aber nicht anhalten. Der Schlusspunkt durch Nikolas Nartey gehörte wieder Stuttgart. Der Mittelfeldspieler traf in der 87. Minute zum 3:2-Endstand.

Die SGE, bei der in den kommenden Tagen einmal mehr eine saftige Torwartdiskussion losbrechen dürfte, gastiert am Freitagabend bei Werder Bremen (20.30 Uhr), der VfB empfängt am Sonntag als nächstes Union Berlin (15.30 Uhr).

... mit dem besseren Ende für die Hausherren.
... mit dem besseren Ende für die Hausherren.  © Tom Weller/dpa
Da half der Eintracht auch das Traumdebüt von Youngster Ayoube Amaimouni-Echghouyab (M.) nicht wirklich weiter.
Da half der Eintracht auch das Traumdebüt von Youngster Ayoube Amaimouni-Echghouyab (M.) nicht wirklich weiter.  © Tom Weller/dpa

Statistik zum Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt

Bundesliga, 17. Spieltag

VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt 3:2 (2:1)

VfB Stuttgart: Nübel - Vagnoman, Chabot (74. Jeltsch), Hendriks, Mittelstädt (90.+3 Stergiou) - Karazor, Stiller, Leweling (90.+3 Assignon), Undav, Führich (75. Bouanani) - Demirović (59. Nartey)

Eintracht Frankfurt: Kaua Santos - Kristensen, Koch, Amenda, Theate - Höjlund (66. Dahoud), Skhiri (77. Collins), Doan (77. Amaimouni-Echghouyab), Knauff (66. Götze) - Kalimuendo, Ebnoutalib (20. Bahoya)

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg)

Zuschauer: 60.000

Tore: 0:1 Kristensen (5.), 1:1 Demirovic (27.), 2:1 Undav (35.), 2:2 Amaimouni-Echghouyab (80.), 3:2 Nartey (87.)

Gelbe Karten: Chabot (1), Hendriks (2) / Kalimuendo (2), Theate (7),

Titelfoto: Thomas KIENZLE/AFP

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