Eintracht-Profi Ebnoutalib schildert Horror-Zeit in Italien: "Wie ein Hund behandelt"
Frankfurt am Main - SGE-Neuzugang Younes Ebnoutalib (22) hat vor seinem steilen Aufstieg zum Bundesliga-Stürmer von Eintracht Frankfurt auch ganz düstere Zeiten erlebt.
In Italien sei er beim AC Perugia als 18-Jähriger "in ein richtiges Drecks-Appartement" gesteckt worden: "Zu zehnt. In irgendeinem Hochhaus." Mit schimmeligem Bad und Kakerlaken-Befall.
Entgegen der Zusage eines dubiosen Beraters sei er bei der U19 des Serie-B-Klubs gelandet, beim ersten Profi-Training wurde er vom Trainer angeschrien und weggeschickt.
"Die haben mich wie einen Hund behandelt. Ich dachte: Das war's, ich komme nie wieder", sagte er im 11Freunde-Gespräch.
Doch er kam wieder. Bei der Unterzeichnung seines Knebelvertrages sei er schließlich unter Druck gesetzt und über die Laufzeit getäuscht worden.
Gemeinsam mit einigen Freunden, die in einer ähnlichen Situation waren, sei er um die Häuser gezogen: "Wir haben uns über jeden Tag gefreut, der vorbei war. Ein bisschen wie im Gefängnis."
Auch Morddrohungen musste Younes Ebnoutalib über sich ergehen lassen
Nach seiner "Flucht" trotz Vertrags bis 2028 habe er 2023 am Telefon Morddrohungen von einem Pseudo-Berater aus Serbien erhalten. Sein Vertrag wurde schließlich aufgelöst, Ebnoutalib, heute 22, spielte beim FC Gießen in der Regionalliga - bis sich im Januar 2025 der Zweitligist SV Elversberg meldete.
Ebnoutalib traf wie am Fließband, im Januar 2026 wechselte er schließlich zu Eintracht Frankfurt und erzielte gleich bei seinem Debüt gegen Borussia Dortmund ein Tor. Derzeit fällt er wegen eines Innenbandanrisses im Knie aus.
Titelfoto: Tom Weller/dpa
