Erst Führung, dann pures Chaos: Hoffenheim überrollt SGE in zweiter Halbzeit
Frankfurt am Main - Die Krise hält an! Eintracht Frankfurt verliert trotz Pausenführung gegen die TSG Hoffenheim mit 1:3 (1:0) und taumelt in Richtung Tabellen-Niemandsland.
Vom Start weg, sah man der Eintracht an, dass sie im heimischen Deutsche Bank Park wieder in die Spur kommen wollte.
Die Frankfurter pressten zunächst früh, ließen sich anschließend immer mehr fallen, blieben dabei jedoch scharf in den Zweikämpfen.
Nach einer mutigen Balleroberung von Aurele Amenda, die bei Can Uzun landete, hatte der türkische Nationalspieler einen Geistesblitz und hob die Kugel elegant über Landsmann Ozan Kabak in den Lauf von Arnaud Kalimuendo.
Der Winter-Neuzugang nahm den Ball stark mit, blieb frei vor TSG-Keeper Oliver Baumann eiskalt und schob rechts unten ein - 1:0 für das Heimteam (18. Minute)!
Hoffenheim antwortete mit Angriffsbemühungen, die aber entweder am Pfosten (21.) oder an Kauã Santos scheiterten (39. und 45.+1) und so ging es mit einer knappen SGE-Führung in die Halbzeitpause.
Wie zum Ende des ersten Durchgangs konzentrierten sich die Hessen auch im zweiten Abschnitt auf schnelle Konter nach Ballgewinnen. Die Gäste aus dem Kraichgau übernahmen indes das Geschehen und kamen durchaus verdient durch einen Kopfball von Max Moerstedt zum 1:1-Ausgleich (52.).
Eintracht Frankfurt kommt gegen TSG Hoffenheim unter die Räder
Der zuvor gut aufgelegte Santos irrte bei der entscheidenden Flanke von Wouter Burger durch den 5-Meter-Raum und flog am gelöffelten Ball vorbei, anstatt ihn abzufangen.
Und nur kurz darauf sorgte eine weitere Flanke von Burger für den nächsten Treffer. Kabak stand dieses Mal glockenfrei in der Mitte und brachte seine Farben per Schulter mit 2:1 in Führung (60.).
Die Verunsicherung der letzten Wochen war nun bei jedem Eintracht-Kicker zu spüren und so schlug es nur fünf Zeigerumdrehungen später erneut hinter Santos ein. Amenda lenkte eine Hereingabe von Vladimir Coufal unglücklich ins eigene Tor (65.).
Beim 3:1 für die Hoffenheimer sollte es auch bis zum Schlusspfiff bleiben. Ein Ergebnis, das aufgrund der desolaten zweiten Frankfurter Halbzeit mehr als in Ordnung geht und die SGE noch weiter von den so wichtigen europäischen Rängen entfernt.
Statistik zum Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und der TSG Hoffenheim
Eintracht Frankfurt - TSG 1899 Hoffenheim 1:3 (1:0)
Eintracht Frankfurt: Santos - Collins (72. Amaimouni-Echghouyab), R. Koch, Amenda - Kristensen, Skhiri, Chaibi (61. Larsson), Brown - Doan, Uzun (61. Knauff), Kalimuendo (72. Bahoya)
TSG 1899 Hoffenheim: Baumann - Coufal, Kabak, Hajdari, Bernardo - Burger, Avdullahu, Prass - Kramaric (67. Prömel) - Moerstedt (76. Bebou), Asllani (90.+2 Damar)
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Zuschauer: 58.500
Tore: 1:0 Kalimuendo (18.), 1:1 Moerstedt (52.), 1:2 Kabak (60.), 1:3 Amenda (65./Eigentor)
Gelbe Karten: - / Coufal (2), Hajdari (6), Avdullahu (3), Bebou (1)
Titelfoto: Marc Schüler/dpa

