Ex-Coach Riera verabschiedet sich von Eintracht: "Nur 20 Prozent von Alberts Power genutzt"
Von Ulrike John
Frankfurt am Main - Ganz ohne markige Worte geht es wohl nicht: Der bei Eintracht Frankfurt gescheiterte Albert Riera (44) hat in einer Abschiedsbotschaft beklagt, dass seine Fähigkeiten größtenteils nicht angenommen worden seien.
Er gehe "in Frieden, aber traurig, weil ich weiß, dass ihr nur 20 Prozent von Alberts Power genutzt habt", schrieb der Spanier nach seinem Aus auf Instagram.
Der hessische Bundesligist hatte sich nach gerade einmal dreieinhalb Monaten von Riera getrennt. Dabei hat der durchaus exzentrische Coach, der sich am Main zahlreiche Fehltritte leistete, noch einen Vertrag bis Sommer 2028 bei der Eintracht.
Dieser sprach von einem einvernehmlichen Ende der Zusammenarbeit. In den 14 Partien unter dem 44-Jährigen gab es vier Siege, fünf Remis und fünf Niederlagen. Dadurch verpasste die Eintracht die wichtige Teilnahme am internationalen Geschäft.
"Ich gehe mit dem Gefühl, alles gegeben zu haben - in einem fremden Land, in dem ich noch nie zuvor gewesen bin, ohne meine Familie und mit vielen Nächten auf dem Trainingsplatz, in denen ich nachgedacht und nach Lösungen gesucht habe, wie wir gewinnen können", führte Riera, der besagte Lösungen aber nicht finden konnte, aus.
"Ich bedaure, dass ich während dieser Zeit mit vielen Problemen konfrontiert war", ergänzte er. "Und da uns allen im Verein bewusst war, dass es ohne Vorbereitungszeit und ohne Neuzugänge schwierig werden würde, war dies eine Herausforderung." Die Frankfurter hatten sich in der Winterpause vor Rieras Amtsantritt im Februar aber verstärkt.
Titelfoto: Uwe Anspach/dpa
