Frankfurt stoppt Horror-Serie, doch Verletzungs-Schock trübt den Jubel
Frankfurt am Main - Bann endlich gebrochen, Heim-Debüt geglückt! Eintracht Frankfurt beendet seine desaströse Sieglos-Serie von neun Pflichtspielen infolge und gewinnt mit 3:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach. Ein bitterer Wermutstropfen bleibt allerdings.
Ballbesitz, Kontrolle und Vollgasfußball - so möchte Neu-Trainer Albert Riera spielen lassen, von alledem war von den Gastgebern in der ersten Viertelstunde aber kaum etwas zu sehen.
Stattdessen beherrschte Gladbach die Anfangsphase und passend zu ihrer Mega-Krise gesellte sich für die SGE auch noch früh Verletzungspech hinzu.
Der einzige verbliebene Stürmer Arnaud Kalimuendo fiel unglücklich auf seine Schulter und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht für Mo Dahoud ausgewechselt werden (17. Minute).
Allen Widerständen zum Trotz gelang den Frankfurter dann aber mit ihrem ersten wirklich gefährlich Angriff sofort der Führungstreffer. Nach feiner Kombination von Nathaniel Brown und Jean-Mattéo Bahoya über die linke Seite netzte Erstgenannter aus rund elf Metern ein - 1:0 für die Riera-Elf (24.)!
Kurios: Die Gäste blieben eigentlich die bessere Mannschaft, kassierten aber durch einen abgefälschten Schuss von Startelfdebütant Ayoube Amaimouni gleich das nächste Gegentor zum 2:0 (34.). Bis zur Pause blieb es bei jenem doch äußerst glücklichen Vorsprung für die Hessen.
Eintracht Frankfurt bleibt gegen Borussia Mönchengladbach ohne Gegentor
Auch im zweiten Abschnitt ähnelte das Bild: Die Fohlen bestimmten das Spielgeschehen und kamen durchaus zu ihren Abschlüssen.
Doch entweder war Kauã Santos aufmerksam zur Stelle oder die letzte Durchschlagskraft der Gäste fehlte.
Der eingewechselte Ansgar Knauff sorgte in der 75. Minute dann für die Vorentscheidung. Ein langer Schlag von Santos rutschte Verteidiger Takai durch die Füße, Knauff sagte Danke, umkurvte Gladbach-Keeper Nicolas und vollendete zum 3:0.
Mehr sollte in dieser Partie tatsächlich nicht mehr passieren und so blieb es beim klaren 3:0-Endstand.
Etwas schmeichelhaft war der Sieg der Adlerträger im ersten Heimspiel von Spanien-Boss Riera zumindest in der Höhe, aber das wird jedem, der es mit der Frankfurter Eintracht hält, herzlich egal sein - Hauptsache nach monatelangem Warten endlich wieder gewonnen! Der einzige bittere Beigeschmack an diesem Nachmittag ist die Verletzung von Kalimuendo.
Statistik zum Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach
22. Spieltag
Eintracht Frankfurt - Bor. Mönchengladbach 3:0 (2:0)
Eintracht Frankfurt: Santos - Kristensen (46. Collins), R. Koch, Amenda, Brown - Larsson (79. Skhiri) - Amaimouni-Echghouyab (79. Arrhov), Doan, M. Götze (70. Knauff), Bahoya - Kalimuendo (17. Dahoud)
Bor. Mönchengladbach: Nicolas - Sander (46. Machino), N. Elvedi, Takai - Y. Engelhardt - Castrop (65. Scally), Reitz, Stöger (65. Bolin), Ullrich - Honorat, Tabakovic (79. Mohya)
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
Zuschauer: 59.500 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Brown (24.), 2:0 Amaimouni-Echghouyab (34.), 3:0 Knauff (75.)
Gelbe Karten: M. Götze (1), R. Koch (1), Arrhov (1) / Reitz (5), Y. Engelhardt (3)
Titelfoto: Marc Schüler/dpa

