Frankfurt stoppt Horror-Serie, doch Verletzungs-Schock trübt den Jubel

Frankfurt am Main - Bann endlich gebrochen, Heim-Debüt geglückt! Eintracht Frankfurt beendet seine desaströse Sieglos-Serie von neun Pflichtspielen infolge und gewinnt mit 3:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach. Ein bitterer Wermutstropfen bleibt allerdings.

Mit seinem schwächeren rechten Fuß traf Nathaniel Brown (2.v.l.) in die rechte Ecke des Gladbacher Kastens und stellte so auf 1:0.  © Marc Schüler/dpa

Ballbesitz, Kontrolle und Vollgasfußball - so möchte Neu-Trainer Albert Riera spielen lassen, von alledem war von den Gastgebern in der ersten Viertelstunde aber kaum etwas zu sehen.

Stattdessen beherrschte Gladbach die Anfangsphase und passend zu ihrer Mega-Krise gesellte sich für die SGE auch noch früh Verletzungspech hinzu.

Der einzige verbliebene Stürmer Arnaud Kalimuendo fiel unglücklich auf seine Schulter und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht für Mo Dahoud ausgewechselt werden (17. Minute).

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Allen Widerständen zum Trotz gelang den Frankfurter dann aber mit ihrem ersten wirklich gefährlich Angriff sofort der Führungstreffer. Nach feiner Kombination von Nathaniel Brown und Jean-Mattéo Bahoya über die linke Seite netzte Erstgenannter aus rund elf Metern ein - 1:0 für die Riera-Elf (24.)!

Kurios: Die Gäste blieben eigentlich die bessere Mannschaft, kassierten aber durch einen abgefälschten Schuss von Startelfdebütant Ayoube Amaimouni gleich das nächste Gegentor zum 2:0 (34.). Bis zur Pause blieb es bei jenem doch äußerst glücklichen Vorsprung für die Hessen.

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Ayoube Amaimouni durfte das erste Mal seit seinem Wechsel zur Eintracht von Beginn an ran und traf prompt.  © Marc Schüler/dpa

Eintracht Frankfurt bleibt gegen Borussia Mönchengladbach ohne Gegentor

Kauã Santos parierte alles, was er aufs Tor bekam und leistete so seinen Teil zum ersten Sieg der Eintracht nach neun Partien.  © Marc Schüler/dpa

Auch im zweiten Abschnitt ähnelte das Bild: Die Fohlen bestimmten das Spielgeschehen und kamen durchaus zu ihren Abschlüssen.

Doch entweder war Kauã Santos aufmerksam zur Stelle oder die letzte Durchschlagskraft der Gäste fehlte.

Der eingewechselte Ansgar Knauff sorgte in der 75. Minute dann für die Vorentscheidung. Ein langer Schlag von Santos rutschte Verteidiger Takai durch die Füße, Knauff sagte Danke, umkurvte Gladbach-Keeper Nicolas und vollendete zum 3:0.

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Mehr sollte in dieser Partie tatsächlich nicht mehr passieren und so blieb es beim klaren 3:0-Endstand.

Etwas schmeichelhaft war der Sieg der Adlerträger im ersten Heimspiel von Spanien-Boss Riera zumindest in der Höhe, aber das wird jedem, der es mit der Frankfurter Eintracht hält, herzlich egal sein - Hauptsache nach monatelangem Warten endlich wieder gewonnen! Der einzige bittere Beigeschmack an diesem Nachmittag ist die Verletzung von Kalimuendo.

Statistik zum Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach

22. Spieltag

Eintracht Frankfurt - Bor. Mönchengladbach 3:0 (2:0)

Eintracht Frankfurt: Santos - Kristensen (46. Collins), R. Koch, Amenda, Brown - Larsson (79. Skhiri) - Amaimouni-Echghouyab (79. Arrhov), Doan, M. Götze (70. Knauff), Bahoya - Kalimuendo (17. Dahoud)

Bor. Mönchengladbach: Nicolas - Sander (46. Machino), N. Elvedi, Takai - Y. Engelhardt - Castrop (65. Scally), Reitz, Stöger (65. Bolin), Ullrich - Honorat, Tabakovic (79. Mohya)

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: 59.500 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Brown (24.), 2:0 Amaimouni-Echghouyab (34.), 3:0 Knauff (75.)

Gelbe Karten: M. Götze (1), R. Koch (1), Arrhov (1) / Reitz (5), Y. Engelhardt (3)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 22 82:19 57
2 Borussia Dortmund 22 47:20 51
3 TSG 1899 Hoffenheim 22 47:28 45
4 VfB Stuttgart 22 41:29 42
5 Bayer 04 Leverkusen 21 43:27 39
6 RB Leipzig 21 40:28 39
7 Eintracht Frankfurt 22 44:46 31
8 SC Freiburg 22 32:36 30
9 Hamburger SV 21 24:31 25
10 1. FC Union Berlin 22 28:37 25
11 1. FC Köln 22 31:37 23
12 Borussia Mönchengladbach 22 25:37 22
13 FC Augsburg 21 24:39 22
14 1. FSV Mainz 05 22 25:37 21
15 VfL Wolfsburg 21 29:44 19
16 SV Werder Bremen 22 22:42 19
17 FC St. Pauli 22 20:39 17
18 1. FC Heidenheim 21 19:47 13

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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