Mainz - Bittere Last-Minute-Pleite im Rhein-Main-Derby! Eintracht Frankfurt unterlag am Sonntag bei starken Mainzern mit 1:2 (1:1) und verpasste es, mit einem Sieg näher an den Tabellensechsten Bayer Leverkusen heranzurücken. Die Werkself hatte am Samstag gegen Schlusslicht 1. FC Heidenheim (3:3) überraschend Punkte liegen lassen.
Paul Nebel sorgte mit seinem Doppelpack (6./89.) für Ernüchterung bei der SGE. DFB-Verteidiger Nathaniel Brown hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (20.).
Mainz, das vergangenen Donnerstag mit dem Einzug ins Conference-League-Viertelfinale Geschichte geschrieben hatte, hilft der Sieg im Rennen um den Klassenerhalt enorm weiter: Mit 30 Zählern beträgt der Vorsprung auf den VfL Wolfsburg auf dem ersten direkten Abstiegsplatz neun Punkte. Frankfurt (39) fehlen nun acht Zähler auf Leverkusen.
Stürmer Burkardt, von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die ersten Länderspiele im WM-Jahr nominiert, erhielt vor dem Anpfiff seinen Abschied.
Der ehemalige Mainz-Kapitän, der im Sommer nach elf Jahren im Verein zur Eintracht gewechselt war, bekam Blumen und ein Bild. Sportvorstand Christian Heidel würdigte ihn als "außergewöhnlichen Spieler" und übte Kritik daran, dass vereinzelt Pfiffe ertönten.
Eintracht Frankfurt über weite Strecken zu harmlos, Paul Nebel trifft aus dem Gewühl
Das erste Highlight erzeugte die Mainzer Offensive. Sheraldo Becker schickte Nebel nach Ballgewinn tief, dessen Schuss fälschte Rückkehrer Arthur Theate, der den gesperrten Kapitän Robin Koch vertrat, unhaltbar für Michael Zetterer ab. Der Keeper kassierte das erste Gegentor nach zuletzt drei Spielen mit weißer Weste.
Die SGE ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, Gefahr strahlten die Gäste aber kaum aus, bis Brown im Strafraum einen Querpass von Bahoya völlig frei aus gut acht Metern einschob.
Mainz wurde danach mutiger, nach einem Ballverlust von Collins setzte Kaishu Sano Becker in Szene, der im Duell mit Zetterer aber den Torhüter anschoss (37.). Kurz darauf profitierte Frankfurt fast von der Hilfe der Gastgeber. Dominik Kohr grätschte den Ball nach Flanke von Brown knapp am eigenen Tor vorbei (41.).
Viele Chancen kreierten die Teams nicht. Aus dem Nichts setzte Frankfurts Farès Chaibi einen Kopfball an die Latte (61.), Daniel Batz hielt stark gegen Ritsu Doan (70.). Auf der Gegenseite scheiterte Becker am Pfosten (84.), ehe Nebel aus dem Gewühl traf.
Statistik zum Bundesligaspiel zwischen FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt
Bundesliga, 27. Spieltag
FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:1)
FSV Mainz 05: Batz - da Costa, Posch, Kohr - Widmer, Sano, Mwene (69. Veratschnig) - Nebel, J.-s. Lee (81. Kawasaki) - Tietz (69. Weiper), Becker (90.+1 Maloney)
Eintracht Frankfurt: Zetterer - Collins (64. Baum), Theate, Amenda, Brown (46. Skhiri) - Larsson - Doan (79. Uzun), Chaibi (79. Knauff) - Kalimuendo, Burkardt, Bahoya (58. Amaimouni-Echghouyab)
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Offenbach)
Zuschauer: 33.305 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Nebel (6.), 1:1 Brown (20.), 2:1 Nebel (89.)
Gelbe Karten: Tietz (4), Mwene (4) / Doan (4)
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Bayern München | 27 | 97:25 | 70 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 27 | 58:28 | 61 | |
| 3 |
|
VfB Stuttgart | 27 | 56:36 | 53 | |
| 4 |
|
RB Leipzig | 27 | 53:35 | 50 | |
| 5 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 27 | 54:39 | 50 | |
| 6 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 27 | 52:36 | 46 | |
| 7 |
|
Eintracht Frankfurt | 27 | 50:51 | 38 | |
| 8 |
|
SC Freiburg | 27 | 39:44 | 37 | |
| 9 |
|
1. FC Union Berlin | 27 | 31:46 | 31 | |
| 10 |
|
FC Augsburg | 27 | 33:50 | 31 | |
| 11 |
|
1. FSV Mainz 05 | 27 | 33:42 | 30 | |
| 12 |
|
Hamburger SV | 27 | 31:40 | 30 | |
| 13 |
|
Borussia Mönchengladbach | 27 | 33:46 | 29 | |
| 14 |
|
SV Werder Bremen | 27 | 30:47 | 28 | |
| 15 |
|
1. FC Köln | 27 | 38:47 | 26 | |
| 16 |
|
FC St. Pauli | 27 | 24:44 | 24 | |
| 17 |
|
VfL Wolfsburg | 27 | 35:57 | 21 | |
| 18 |
|
1. FC Heidenheim | 27 | 27:61 | 15 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.