Frankfurt am Main - 80.000 statt 60.000 Zuschauer! Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann (55) hat große Pläne für die Zukunft des Deutsche Bank Parks. Doch während der Klub-Boss von einer deutlich größeren Arena träumt, kommt aus der Frankfurter Stadtpolitik bereits kräftiger Gegenwind.
Geht es nach Hellmann, könnte die Heimspielstätte der Hessen in zehn bis zwölf Jahren Platz für bis zu 80.000 Fans bieten. Dafür stehen sowohl eine Erweiterung des bestehenden Stadions als auch ein kompletter Neubau im Raum. Gegenüber der derzeitigen Kapazität von rund 60.000 Zuschauern wäre das ein gewaltiger Sprung.
Dass sich die Eintracht langfristig mit einer größeren Arena beschäftigt, hatte Hellmann bereits im Juni deutlich gemacht. "Wir müssen unsere Infrastruktur optimal ausnutzen", erklärte der Vorstandssprecher damals. Mit Blick auf die Zukunft des Bundesligisten ergänzte er: "Da spielt das Thema Stadionerweiterung beziehungsweise Neubau perspektivisch eine Rolle."
Doch die ambitionierten Pläne stoßen laut "Hessenschau" im Frankfurter Römer bislang auf wenig Begeisterung. Vor allem die Finanzierung wirft Fragen auf. Während die SPD wissen will, wer für ein solches Mammutprojekt bezahlen soll, verweisen CDU und Grüne auf die zahlreichen Großprojekte, mit denen die Stadt bereits beschäftigt ist.
Axel Hellmann will Machbarkeitsstudie vorlegen
Besonders deutlich positionieren sich die Linken: Die Entscheidung über die Zukunft des Stadions liege allein bei der Stadt Frankfurt und nicht bei der Eintracht.
Hellmann lässt sich davon allerdings nicht ausbremsen. Schon bald will der Eintracht-Boss eine Machbarkeitsstudie vorlegen, die zeigen soll, ob und wie sich seine XXL-Pläne tatsächlich umsetzen lassen. Ob er damit auch die skeptische Stadtpolitik überzeugen kann, bleibt abzuwarten.