Frankfurt - Im ersten Bundesliga-Spiel nach der Entlassung von Trainer Lukas Kwasniok hat sich der 1. FC Köln ein 2:2-Unentschieden bei Eintracht Frankfurt erkämpft. Ein Joker-Trio rettet den Domstädtern den Punkt nach einem 0:2-Rückstand.
Gerade einmal 39 Sekunden waren Alessio Castro-Montes, Marius Bülter und Luca Waldschmidt auf dem Platz, als das Trio zuschlug. Waldschmidt verlängerte eine Flanke von Kristoffer Lund auf Bülter, der überlegt querlegte, wo Castro-Montes nur noch einschieben musste (83.).
Den Startschuss machte aber die Eintracht in Person von Jonathan Burkardt nach 66. Minuten. Fares Chaibi ließ Lund und Cenk Özkacar wie Kreisliga-Spieler aussehen, brachte den Ball in die Mitte, wo der Frankfurter Torjäger zur Stelle war.
Zwei Minuten und 49 Sekunden später war Burkardt wieder beteiligt. Der Angreifer flankte zum eingewechselten Ayoube Amaimouni-Echghouyab, der quer in den Strafraum dribbelte. Arnaud Kalimuendo nahm ihm den Ball ab und drosch das Leder in die Maschen (69.).
Allerdings währte der Jubel nicht lange, denn im Gegenzug setzte Ragnar Ache Jakub Kaminski in Szene, der sich stark durchsetzte. Sein Schuss wurde noch leicht abgefälscht, sodass Michael Zetterer im Kasten der Eintracht machtlos war (70.).
Kurz bevor Castro-Montes den Ausgleich erzielen konnte, hatte Said El Mala diesen schon auf dem Fuß, doch der U21-Nationalspieler scheiterte aus spitzem Winkel an Zetterer (81.).
1. FC Köln: Jakub Kaminski lässt die Führung liegen
Im ersten Durchgang hätte die Elf von Interimstrainer René Wagner bereits nach wenigen Sekunden in Führung gehen können. Nach einem feinen Diagonalball von Tom Krauß nahm Kaminski das Leder exzellent mit, zog nach innen und schloss ab. Seinen Versuch konnte Zetterer nicht festhalten, doch den Nachschuss von Ache parierte der Österreicher dann stark.
In der 26. Minute zeigte dann erstmals Said El Mala, der von Wagner eine Startelf-Garantie erhalten hatte, seine Klasse. Der Youngster wurde im Strafraum schön freigespielt, drehte sich um die eigene Achse und feuerte das Leder nur knapp über den linken Winkel.
Die dickste Chance ergab sich dann jedoch für Kaminski, der nach einem Zwei-auf-eins-Konter perfekt von El Mala in Szene gesetzt wurde. Doch der polnische Nationalspieler verstolperte den Ball, sodass Zetterer gerade noch retten konnte.
Aber auch die Eintracht zeigte sich mehrmals gefährlich vor dem Kölner Tor. Ritsu Doan (16.), Ansgar Knauff (24.) sowie Kalimuendo (34.) verpassten den Treffer für die Gastgeber.
Statistik zum Bundesliga-Duell zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln
Bundesliga, 28. Spieltag
Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln 2:2 (0:0)
Eintracht Frankfurt: Zetterer - Brown, Amenda, R. Koch, Theate - Larsson (82. Skhiri), O. Höjlund (55. Chaibi), Doan (67. Götze), Knauff (56. Amaimouni-Echghouyab) - Kalimuendo, Burkardt (82. Ebnoutalib)
1. FC Köln: Schwäbe - Sebulonsen, van den Berg, Özkacar, Lund - Krauß (82. Castro-Montes), Huseinbasic (67. Johannesson), Thielmann (75. Maina), Kaminski, S. El Mala (82. Waldschmidt) - Ache (82. Bülter)
Schiedsrichter: Florian Exner (Münster)
Zuschauer: 59.300 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Burkardt (66.), 2:0 Kalimuendo (69.), 2:1Kaminski (70.), 2:2 Castro-Montes (83.)
Gelbe Karten: Knauff / Waldschmidt, Kaminski
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Bayern München | 28 | 100:27 | 73 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 28 | 60:28 | 64 | |
| 3 |
|
RB Leipzig | 28 | 55:36 | 53 | |
| 4 |
|
VfB Stuttgart | 28 | 56:38 | 53 | |
| 5 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 28 | 55:41 | 50 | |
| 6 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 28 | 58:39 | 49 | |
| 7 |
|
Eintracht Frankfurt | 28 | 52:53 | 39 | |
| 8 |
|
SC Freiburg | 28 | 41:47 | 37 | |
| 9 |
|
1. FSV Mainz 05 | 28 | 35:43 | 33 | |
| 10 |
|
1. FC Union Berlin | 28 | 32:47 | 32 | |
| 11 |
|
FC Augsburg | 28 | 34:51 | 32 | |
| 12 |
|
Hamburger SV | 28 | 32:41 | 31 | |
| 13 |
|
Borussia Mönchengladbach | 28 | 35:48 | 30 | |
| 14 |
|
SV Werder Bremen | 28 | 31:49 | 28 | |
| 15 |
|
1. FC Köln | 28 | 40:49 | 27 | |
| 16 |
|
FC St. Pauli | 28 | 25:45 | 25 | |
| 17 |
|
VfL Wolfsburg | 28 | 38:63 | 21 | |
| 18 |
|
1. FC Heidenheim | 28 | 29:63 | 16 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.