So reagiert Trainer Albert Riera auf Götze-Verlängerung bei Eintracht Frankfurt
Von Patrick Reichardt
Frankfurt am Main - Auf Mario Götze (33) bei der Pressekonferenz vor dem Spiel am Ostersonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen den 1. FC Köln angesprochen, reagierte Eintracht Frankfurts Trainer Albert Riera (43) pragmatisch. "Alle Spieler sind wichtig. Wenn wir Mario brauchen, werden wir ihn aufs Feld bringen", sagte der Spanier.
Zuletzt brauchte Riera Götze eher weniger. Vor der Länderspielpause kam der 33-Jährige sowohl beim FC St. Pauli als auch gegen den 1. FC Heidenheim nicht zum Einsatz - beim Gastspiel bei Rivale Mainz 05 zählte er nicht mal zum Aufgebot. Und der Cheftrainer klang nicht so, als ob sich vor der Partie gegen Köln viel geändert habe.
Bald vier Jahre ist der WM-Held inzwischen bei dem Traditionsklub. Und die Vereinsführung um Sport-Vorstand Markus Krösche (45) hat in dieser Woche Fakten geschaffen und Götzes Vertrag bis 2028 verlängert sowie Identifikation mit Verein und Stadt gelobt.
Auch vor diesem Hintergrund wurde Riera am Karfreitag zur Person Götze gefragt. Doch in die Lobeshymnen wollte der Trainer demonstrativ nicht einstimmen. "Wenn einer nicht spielt, dann spielt ein anderer auf seiner Position", stellte Riera stattdessen ganz grundsätzlich klar.
Götze deutete im Zuge der Vertragsverlängerung bereits an, dass "eine Fußballkarriere endlich ist". Gut vorstellbar, dass der Offensivspieler seine schillernde Laufbahn am Main beendet. Höchst fraglich ist dagegen, ob er dies unter Trainer Riera tut.
Sportvorstand Markus Krösche verteidigt Cheftrainer Riera
Der Nachfolger von Dino Toppmöller (45) hat die Hessen in den vergangenen zwei Monaten nicht wirklich vorangebracht. Krösche sah sich zu Beginn der nun endenden Länderspielpause sogar veranlasst, den impulsiven Spanier gegen die wachsende Kritik zu verteidigen.
"Albert sagt, was er denkt. Das polarisiert, aber damit kann er umgehen. Er ist überzeugt von dem, was er tut und wie er Fußball spielen lassen will", sagte Krösche in einem Interview der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Man werde Riera nicht am Erreichen des europäischen Wettbewerbs messen, stellte Krösche klar.
Der Sport-Vorstand steht für mittel- und langfristige Zusammenarbeit mit Trainern. Erstmals seit fast zehn Jahren trennte sich die Eintracht im Januar während der Saison von einem Coach.
Vor Toppmöller hatten Niko Kovač (54), Adi Hütter (56) und Oliver Glasner (51) jeweils zum Saisonende übergeben. Aktuell spricht nicht allzu viel dafür, dass Riera bei der Eintracht ähnliche Erfolge feiern kann wie seine Vorgänger.
Titelfoto: Bild-Montage: Marc Schüler/dpa

