Peinliche VAR-Panne bei Eintracht-Gala gegen Leverkusen

Frankfurt am Main - Die 5:1-Klatsche, die Eintracht Frankfurt der Werkself von Bayer 04 Leverkusen mit auf den Weg gab, hatte nahezu alles zu bieten - von Lupfern über Elfmeter bis hin zu einem Platzverweis war alles dabei. Doch ein Kuriosum der Partie setzte all dem die sprichwörtliche Krone auf.

Es war zum Haare raufen: Schiedsrichter Frank Willenborg (43) lagen kurz vor dem Strafstoß zum 4:1 keine VAR-Bilder vor. Am Ende gabs dennoch Elfmeter für die Eintracht - und Kevin Trapp (32) durfte lautstark jubeln.
Es war zum Haare raufen: Schiedsrichter Frank Willenborg (43) lagen kurz vor dem Strafstoß zum 4:1 keine VAR-Bilder vor. Am Ende gabs dennoch Elfmeter für die Eintracht - und Kevin Trapp (32) durfte lautstark jubeln.  © Montage: DPA/Swen Pförtner, DPA/Arne Dedert

Über weite Strecken der Partie war die SGE der Chef im heimischen Ring, ließ den Rheinländern kaum Luft zum Atmen. Das sah auch Frankfurts Außenverteidiger Christopher Lenz (28) ähnlich: "Was wir heute gezeigt haben, ist die Power, die wir auf den Platz bringen können, wenn wir alle 100 Prozent geben."

So ließen sich die Adlerträger an diesem Samstagnachmittag auch vom zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch Piero Hincapié (20, 56. Minute) nach wohlverdienter Pausenführung (durch Daichi Kamada, 45.+5) nicht aus der Bahn werfen und legten direkt nach, was auch Oliver Glasner (48) nach Abpfiff zu einer Lobeshymne animierte.

"Was mich beeindruckt hat, war der Umgang mit diesem mental schwierigen Spiel, auch wenn es der Endstand nicht vermuten lässt", lauteten die Worte des Fußballlehrers der Diva vom Main. Dabei war die Begegnung wohl nicht nur für die Akteure auf dem Platz äußerst fordernd.

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Auch die Technik kam dabei wohl an ihre Grenzen. Im Vorlauf zum Elfmeter zum 4:1 durch Kamada (72.) wertete Schiedsrichter Frank Willenborg (43) den Zweikampf zwischen Hincapié und Randal Kolo Muani (23) als nicht strafwürdig - bis der VAR eingriff.

Nach einer kurzen Unterredung mit dem Kölner Keller machte der 43-jährige Unparteiische dann auch die typische Bildschirmgeste, die einem sogenannten On-Field-Review vorangeht. Doch dann schaute Willenborg plötzlich ins Nichts.

Schiedsrichterabteilung des DFB informierte auf Twitter über die VAR-Panne

Wie die Schiedsrichterabteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Nachgang der Partie auf Twitter verkündete, kam es vor der geplanten Überprüfung am Bildschirm zu einem technischen Problem, sodass "dem Schiedsrichter keine Bilder zur Verfügung gestellt werden" konnten.

Am Ende reichte Willenborg die Meinung der Videoschiedsrichter Robert Schröder (37) und Mark Borsch (45). Hincapié sah dementsprechend Gelb-Rot, machte seinen gebrauchten Nachmittag "perfekt" und Bayer kassierte Treffer Nummer vier von fünf.

Titelfoto: Montage: DPA/Swen Pförtner, DPA/Arne Dedert

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