Cottbus feiert 60. Geburtstag: Wollitz setzt Sonntag-Training an, Kapitän trinkt "warmes Bier"

Cottbus - Alles Gute zum Geburtstag! Am 31. Januar 1966 wurde die BSG Energie Cottbus gegründet. Zum 60-jährigen Jubiläum konnten die Lausitzer Tabellenführer der 3. Liga werden und haben es geschafft.

Zunächst wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag gebührend in den Geburtstag reingefeiert. Am Samstagnachmittag ging es im LEAG Energie Stadion mit dem 3:1(2:1)-Sieg über die U23 der TSG Hoffenheim weiter.

Ab 20 Uhr steigt dann in der Cottbuser Stadthalle der große Festakt mit über 1000 geladenen Gästen. TAG24 begleitet den Feiertag mit euch.

Endstand: Energie Cottbus - TSG Hoffenheim II 3:1

Tore: 0:1 Zeitler (5.), 1:1 Hannemann (15.), 2:1 Engelhardt (44.), 3:1 Engelhardt (84.)

18.30 Uhr: Das Stadion ist leer, in der Stadthalle geht es weiter

TAG24 verlässt als einer der Letzten das jetzt leere Stadion und nutzt die Gelegenheit, sich selbst in Schale für den Festakt zu schmeißen. Das hat sich der Verein von sämtlichen Gästen so gewünscht.

Ab 20 Uhr geht es in der Stadthalle weiter, Pele Wollitz muss schon 18.40 Uhr da sein. Wir berichten dort von der Gala weiter.

18 Uhr: Verkauf des Sondertrikots beginnt

Wer sich an eine besondere Erinnerung an das Jubiläum sichern will, kann eines der 1966 Sondertrikots kaufen, die im Online-Shop verfügbar sind.

Energie hatte vorher aus der Nummer ein großes Geheimnis gemacht und den ein oder anderen Fan sicherlich in dem Moment überrascht, als das Team mit den Unikaten den Platz betrat.

17.30 Uhr: Bierlaune und Gesänge der Fans

Auch gut anderthalb Stunden nach Abpfiff schallen lautstark und melodisch die Gesänge der Fans durchs Stadion. Wir betonen abermals: trotz Eiseskälte.

Vermutlich sind einige Anhänger der Einladung des Vereins gefolgt und habe sich mit Freibier versorgt, das lässt die Temperaturen an diesem Feiertag etwas vergessen.

17 Uhr: Wollitz spricht von einem "fantastischen Tag", Lemke hat Tränen in den Augen, Borgmann trinkt "warmes Bier"

Während sich Fans (und der ein oder andere Spieler) das Bier schmecken lassen, kommen hier die ersten Stimmen aus der Mixed-Zone:

Pele Wollitz (Trainer Cottbus): "Der Sieg ist wichtiger als das Jubiläum. 250 Siege ist ein absolutes Statement. Das Trikot kriegt einen Ehrenplatz. [...] Für diesen Moment genieße ich das. Viel wichtiger war heute die erste Halbzeit, wie wir Fußball gespielt haben. Mit dieser Energie, dieser Überzeugung, dieser Kreativität. […] Ich glaube auch, dass so eine Kulisse auch eine Mannschaft nochmal in eine andere Spannung versetzt. Diesbezüglich ist es ein fantastischer Tag für den Klub, für die Mannschaft. Und jetzt einfach da weitermachen, einfach für sich weiterhin so überzeugt zu sein: Wir können alles gewinnen, wir haben nichts zu verlieren, weil so eine Situation wird es nicht so oft wieder geben. [...] Ich kann jetzt schon mal sagen: Morgen um 11 Uhr ist Training. Ich glaube, wenn wir jetzt nachlassen, machen wir vielleicht einen entscheidenden Fehler."

Sebastian Lemke (Präsident Cottbus): "Das ist einzigartig, was die Fans auf die Beine gestellt haben, was sie über Monate hinweg aufgebaut haben. Da ist so viel Kraft, so viel Ideen, so viel Mühe dahinter. Mich hat es übermannt, ich hatte Tränen in den Augen, als ich das gesehen habe. [...] Wenn die Mannschaft diesen Weg mitgeht, ist bei allem dämpfen, was wir gerne machen, heute auch träumen erlaubt und was möglich dieses Jahr. [...] Ich gönne Pele diesen Sieg von Herzen und wünsche uns, dass wir vielleicht im Jubiläumsjahr was ganz Großes feiern können."

Axel Borgmann (Kapitän Cottbus): "Ich glaube, besser geht's nicht. Aus meiner Spielersicht sage ich, auch noch mit dem frühen Rückstand durch einen individuellen Fehler, ist das ein absolut verdienter Sieg. Wir haben heute gesagt: 'Ey, lass uns an die ganzen guten Spiele erinnern, wo wir diesen Zugriff hatten.' Und ich finde, bis aufs Tor hat Hoffenheim gar nicht stattgefunden. [...] Der Rahmen insgesamt war einfach überragend und wir konnten das mit einem Sieg veredeln. [...] Bevor ich was trinke, muss ich erstmal meine Hände unter warmes Wasser machen. Und dann werde ich sicherlich ein Bierchen trinken - ein warmes."

16.05 Uhr: Energie feiert 250. Sieg von Wollitz

Emotionale Szenen nach Abpfiff: Der Erfolg ist der 250. Cottbus-Sieg für Pele Wollitz.

Seine Mannschaft bildet ein Spalier, Präsident Sebastian Lemke überreicht ihm ein Trikot mit der Zahl. Wollitz klopft sich vor der Nordwand auf das Energie-Logo. Mehr Pathos geht nicht!

Nach Spielschluss überreichte Energie Wollitz ein Trikot für den 250. Sieg als Cottbus-Trainer.
Nach Spielschluss überreichte Energie Wollitz ein Trikot für den 250. Sieg als Cottbus-Trainer.  © IMAGO / Steffen Beyer

16 Uhr: Energie lässt das Spiel offen und gewinnt dennoch mit 3:1!

Energie lässt nach wie vor Hoffenheimer Chancen zu, Erlein verzieht zum wiederholten Mal (90.+6). Auf der anderen Seite vergibt Joker Tattermusch überhastet. Danach ist Schluss, Energie gewinnt zum Jubiläum mit 3:1!

Da Duisburg erst Sonntag spielt, bedeutet das Platz eins für eine Nacht!

15.52 Uhr: Cottbus verdaddelt endgültige Entscheidung und muss sieben Minuten on top zittern

Das sollte es doch gewesen sein, oder?

Zunächst verdaddelt Cottbus die Chance aufs 4:1, dann schließt die TSG nochmal aus bester Position ab. Es bleibt beim §.1 nach 90 Minuten. Sieben Minuten gibt es obendrauf. Die viel wichtigere Nachricht: Nach dem Spiel gibt es Freibier.

15.47 Uhr: Hoffenheim vergibt den Ausgleich, Engelhardt erlöst Energie!

Hoffenheim war für einen Moment zurück im Spiel und vergab die Chancen zum Ausgleich. Das sollte sich rächen!

Energie spielt einen Konter aus, Engelhardt staubt nach Butler-Kopfball zum 3:1 ab und erlöst Energie (84.).

15.40 Uhr: Spielfluss raus, Energie weiter vorne

Als nächster Energie-Akteur sitzt jetzt Pelivan am Bode, kann aber ebenso weitermachen.

Der Spielfluss ist damit nach 78 Minuten endgültig raus, so langsam macht sich die Kälte auch auf dem Platz breit. Energie führt weiter 2:1.

15.35 Uhr: Cigerci liegt am Boden - und macht nach drei Minuten Unterbrechung weiter

Cottbus' Cigerci liegt am Boden - das sorgt naturgemäß für Besorgnis.

Nach fast drei Minuten Behandlungspause geht er erst vom Feld und kommt dann wieder. Durchatmen.

Titelfoto: IMAGO / Steffen Beyer

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