Kurz vor dem Vereinsgeburtstag: Cottbus benennt Stadionvorplatz nach FCE-Legende
Cottbus - Ehre, wem Ehre gebührt! Zwei Tage vor dem 60. Vereinsgeburtstag hat Energie Cottbus den Stadionplatz nach FCE-Legende Hajo Prinz († 4. Dezember 2015) benannt.
In Erinnerung an den langjährigen Energie-Akteur präsentierte der Verein am Donnerstagmittag in kleiner Runde eine Ehrentafel am Stadionvorplatz des Haupteingangs. Künftig wird der Platz am Eingang "Hajo-Prinz-Platz" heißen.
Prinz zählt zu den ersten Kickern, die seit 1966 für die BSG Energie Cottbus aufliefen. Der Abwehrspieler hielt in insgesamt 349 Pflichtspielen für Cottbus die Knochen hin, führte die Lausitzer unter anderem als Kapitän aufs Feld und gehört bis heute zu den Rekordspielern.
Sichtlich überrascht wie gerührt nahm sein Sohn Alexander Prinz in Anwesenheit des Präsidenten Sebastian Lemke (42) das Schild mit dem nach seinem Vater benannten Platz entgegen.
Die Maßnahme war eine Diskussion des Vereins auf der Mitgliederversammlung im November 2025 vorausgegangen. Der neu gegründete Traditionsbeirat brachte die Umbenennung auf den Weg.
Auf der anschließenden Pressekonferenz bezeichnete Lemke Prinz als "Legende", für Cheftrainer Pele Wollitz (60), der Prinz in seiner ersten Amtszeit noch kennenlernen durfte, war er "ein Original. Er hat rotweißes Blut gehabt."
Energie Cottbus bekommt grünes Licht vom Land Brandenburg und darf Stadion fit für die 2. Liga machen
Damit nicht genug: Am Vormittag hatte der Verein bekanntgegeben, dass die Baumaßnahmen am Stadion starten können. Dafür hatte das Land Brandenburg vorzeitig grünes Licht für die Baumaßnahmen gegeben.
Damit können gut elf Monate nach der öffentlich versprochenen "Soforthilfe" des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) die Arbeiten im maroden LEAG Energie Stadion endlich beginnen.
Diese sind notwendig, um die Lizenzbedingungen der DFL im Falle des Aufstiegs in die 2. Bundesliga zu erfüllen.
"Der FCE ist ein sportlicher Leuchtturm - nicht nur für Cottbus und die Lausitz, sondern für Brandenburg und ganz Ostdeutschland. Im Aufstiegskampf wünsche ich ihm viel Glück. [...] Deshalb will das Land den Verein unterstützen, wie wir es im vorigen Jahr in Aussicht gestellt hatten", erklärt Bildungsminister Steffen Freiberg (44).
Der Zusage war ein wahrer Bürokratie-Wahnsinn vorausgegangen, der die Cottbuser Verantwortlichen um Präsident Sebastian Lemke (42) sichtlich verärgert hatte.
Der Verein betont ausdrücklich, dass die Anträge nach wie "unter anderem baufachlich geprüft" werden, weshalb eine finale Entscheidung über die Förderung in Höhe von zwei Millionen Euro weiterhin aussteht. Mit Blick auf die Lizenzfristen dürfen die Arbeiten vorzeitig aufgenommen werden.
Erstmeldung: 11.03 Uhr, aktualisiert: 14.26 Uhr
Titelfoto: TAG24/Lukas Schulze

