Cottbus macht kurzen Prozess und beißt im Aufstiegskampf die Löwen weg!

Cottbus - Energie-Eskalation am Dienstagabend in der Lausitz! Vor fast voller Hütte machen die Hausherren beim 3:0 (2:0) über 1860 München kurzen Prozess und beißen die Löwen im Aufstiegsrennen weg!

Cottbus' Goalgetter Erik Engelhardt (M.) ließ am Dienstagabend die Muskeln spielen.
Cottbus' Goalgetter Erik Engelhardt (M.) ließ am Dienstagabend die Muskeln spielen.  © IMAGO / Steffen Beyer

Energie startete mit den Fans im Rücken und ohne Veränderungen zum Havelse-Sieg, die Löwen mit dem Wissen, dass dies ihre letzte Aufstiegschance sein könnte.

Die erste Gelegenheit hatte Energie, doch Jannis Boziaris' Schuss wurde geblockt (16.). Die Hausherren erarbeiteten sich in der Folge ein Übergewicht und spielten erneut Boziaris frei, der zentral aus elf Metern aber genau auf 1860-Keeper Thomas Dähne zielte.

Für die Löwen setzte Ex-Nationalspieler Kevin Volland den ersten Abschluss klar drüber (23.).

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Energie wirkte zielstrebiger, Engelhardt hatte kurz darauf freie Bahn, doch sein Schüsschen geriet zu harmlos (28.). Eine Minute später machte es der Torjäger vom Dienst besser und nickte eine Boziaris-Flanke zur Führung ein (29.). Das Stadion zum ersten Mal aus dem Häuschen!

Die Wollitz-Elf hatte jetzt richtig Spaß, Lukas Michelbrink wirbelte durch den Strafraum und legte scharf für Engelhardt auf, der drei Meter vor dem Tor nur noch den Fuß hinhalten musste, das 2:0 (33.)!

Die ersten Fans schalteten in den Feiermodus, weil ihr Team entfesselt aufspielte. Tolcay Cigerci zirkelte einen Distanzschuss knapp am Gehäuse vorbei (42.), während Gäste-Stürmer Justin Steinkötter einen Abschluss weit drüber setzte (45.).

Cottbus ging mit Zwei-Tore-Führung unter tosendem Applaus in die Pause.

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Nach dem dritten Treffer gab es selbst für die Ersatzspieler kein Halten mehr.
Nach dem dritten Treffer gab es selbst für die Ersatzspieler kein Halten mehr.  © IMAGO / Steffen Beyer

Die Löwen wechselten nach dem biederen Auftritt zweimal, doch wieder meldete sich Energie zuerst an. Michelbrink zielte erst zu hoch (49.) und probierte es danach frech, Außennetz (52.).

Alles deutete auf das dritte Cottbus Tor hin, bis die Löwen plötzlich vor dem FCE-Tor auftauchten - Energie klärte mit vereinten Kräften in einer Situation mehrfach vor und auf der Linie (53.).

Danach drückte beide Teams aufs Gaspedal, Engelhardt überlupfte den herausgeeilten Dähne nach Klärungsaktion, Faßmann rettete 1860 vor dem endgültigen K.O. (58.).

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In Minute 66 gab es dann kein Halten mehr: Energie stürmte per Konter in Überzahl auf die eigene Nordwand, Borgmann legte quer auf Engelhardt, der mithilfe von Dähne sein drittes Tor markierte (66.). Das Stadion stand spätestens jetzt Kopf!

Die Löwen wurden auf einmal wütend, doch Florian Niederlechners Abschluss bereinigte Energie erneut bärenstark vor der Linie (74.). Kurz darauf hatten die Sechziger Pech, als abermals Niederlechner den Pfosten traf.

Auch für Kevin Volland sollte es ein gebrauchter Abend werden, sein Abschluss aus 25 Meter segelte meilenweit übers Tor (79.), kurz darauf wurde er erlöst.

Beide Kontrahenten öffneten in der Schlussphase die Tore und spielten bedingungslos nach vorne - ohne weiteres Treffer. Das 3:0 eine Machtleistung der Hausherren und zugleich der erste Heimdreier nach vier sieglosen Spielen.

Erstmeldung: 20.01 Uhr, aktualisiert: 20.53 Uhr

Titelfoto: IMAGO / Steffen Beyer

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