Cottbus weiter Erster, aber Wollitz trauert "Schlüsselspiel" nach

Cottbus - Da war mächtig Druck auf dem Kessel! Trotz ansprechender Leistung und einem Punktgewinn bei formstarken Ingolstädtern (0:0) schäumte Energie-Trainer Pele Wollitz (60) nach Abpfiff. Warum eigentlich?

Pele Wollitz (60, r.) war trotz Punktgewinn in Ingolstadt nicht zufrieden, was auch an einem "falschen Wechsel" von ihm lag.  © Imago / Eibner

Lauthals hatte der Cottbus-Coach FCI-Trainerin Sabrina Wittmann (34) noch auf dem Rasen angefaucht: "Wir müssen euch abschießen."

Wollitz war angestachelt von der bitteren 1:4-Pleite am letzten Spieltag der Vorsaison, als die Schanzer den Cottbusern die letzten Aufstiegshoffnungen geraubt hatte.

Gleiches Spiel hatte nun offenbar der Energie-Trainer vor. Und wer in der Vorwoche genau hingehört hatte, wusste: Die Ingolstadt-Partie war nicht weniger als ein "Schlüsselspiel" (O-Ton Wollitz).

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Mit einem Sieg wären die Schanzer auf 15 Punkte Abstand distanziert und im Aufstiegsrennen endgültig eliminiert worden. Hinzu kam, dass Wollitz seit der Drittliga-Rückkehr mit Cottbus noch nie gegen Ingolstadt gewonnen hatte.

Diesmal war die Chance so groß wie nie, doch unter anderem die famos aufgelegten Defensivrecken Kai Eisele (30) und Jonas Scholz (27, beide MagentaSport-Elf des Tages) verhinderten ein FCE-Tor.

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Sabrina Wittmann (34) und ihre Ingolstädter können sich weiter leise Aufstiegshoffnungen machen.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Dennoch hätte Wollitz durchaus Grund dazu gehabt, zufrieden zu sein. Es war zum Beispiel das erste Partie "zu null" seit Spieltag acht im September - und das ganz ohne Hilfe der namhaften Neuzugänge Tolga Cigerci (33) und Mladen Cvjetinovic (22).

Während Hansa Rostock in der Vorwoche zu Hause 0:3 Dresche bekam, ließ Energie kaum Chancen des Gegners zu. Der FCE verteidigte diszipliniert und hatte laut Wollitz im zweiten Durchgang "mehr Strafraumszenen", ohne ein Tor und einen Sieg zu erzielen.

Ein solcher wäre gegen die "Mannschaft der Stunde" der 3. Liga ein Statement an die Konkurrenz gewesen und hätte mit Blick auf die Spitzengruppe ein erstes, kleines Punktepolster bedeutet.

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Denn Essen und Rostock taten Energie am Sonntag den Gefallen und ließen Punkte liegen, während Verl im direkten Duell in Duisburg trotz starker Offensivleistung den Kürzeren zog.

Am Sonntag (Anstoß: 13.30 Uhr) hat Energie im Heimsieg gegen Waldhof Mannheim die nächste Gelegenheit, die Zahl der Aufstiegsanwärter zu verkleinern.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Energie Cottbus 23 48:36 44
2 MSV Duisburg 23 42:25 43
3 VfL Osnabrück 23 33:22 42
4 SC Verl 23 56:34 41
5 Rot-Weiss Essen 23 45:36 40
6 FC Hansa Rostock 23 39:25 39
7 SV Wehen Wiesbaden 23 31:25 38
8 SV Waldhof Mannheim 23 39:42 35
9 TSV 1860 München 23 34:35 33
10 FC Ingolstadt 04 23 40:31 32
11 TSG 1899 Hoffenheim II 23 45:39 32
12 VfB Stuttgart II 23 29:37 32
13 Viktoria Köln 23 31:30 31
14 SSV Jahn Regensburg 23 29:34 28
15 Alemannia Aachen 23 36:44 26
16 1. FC Saarbrücken 23 30:35 24
17 FC Erzgebirge Aue 23 25:36 23
18 SSV Ulm 1846 23 31:47 22
19 TSV Havelse 23 33:47 19
20 1. FC Schweinfurt 05 23 19:55 9

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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