Cigerci ist nicht genug! Cottbus sichert sich auch bosnischen Abwehrknochen aus der 2. Liga
Cottbus/Kiel - Was für ein Transferfinish von Energie Cottbus! Nach dem Vertrag für Tolga Cigerci (33) ist nach TAG24-Informationen auch der Deal mit Mladen Cvjetinovic (22) unter Dach und Fach. Zuerst hatte darüber die Lausitzer Rundschau berichtet.
Der Abwehrknochen wechselt auf Leihbasis von Zweitligist Holstein Kiel, wo er einen Vertrag bis 2029 besitzt, eine Liga tiefer. Er soll in der Restrunde Spielpraxis sammeln, die er in Kiel wohl nicht bekommen hätte.
Nach einem Startelf-Platz am 2. Spieltag riss sich der Innenverteidiger die Syndesmose, fiel gut drei Monate aus. Und war seitdem hinten dran.
Für ein Talent, das Cvjetinovic noch immer ist, wäre die Rückrunde ein sportlich verschenktes Halbjahr gewesen, weshalb die Leihe in die 3. Liga Sinn ergibt.
Cottbus suchte einen Spieler seines Profils: Groß, robust, unerschrocken. Und er ist in der Lausitz kein Unbekannter: Am letzten Spieltag der Vorsaison fügte Cvjetinovic, damals noch im Ingolstadt-Trikot, dem FCE Leid zu.
Durch das 1:4 verpasst Energie die Relegation, während sich Cvjetinovic gegen eine sechsstellige Ablöse in die 2. Liga verabschiedete.
Mladen Cvjetinovic kreuzte mit Energie mehrfach die Klingen und verteidigte mit Marius Funk zusammen
Cvjetinovic, in Berlin geboren und mit bosnischen Wurzeln ausgestattet, fiel Energie schon zu Regionalliga-Zeiten auf, als er mit 19 Jahren die Profis von Viktoria Berlin anführte. Darunter zweimal gegen Cottbus.
Die Führungsqualitäten kann Energie gut gebrauchen, immer wieder war das Thema Kommandos und Lautstärke im Defensivverbund ein Thema.
Mit seiner Verpflichtung hat Energie jetzt fünf Innenverteidiger im Kader. Abgangskandidat Dennis Slamar (31) blieb - trotz überschaubarer Perspektiven.
Dafür heuerte Theo Ogbidi (25) am Deadline Day bei Babelsberg 03 an, sodass Energie mit 28 Spielern, darunter drei Torhütern, in die verbleibenden 16 Ligaspiele zieht.
Mit den Last-Minute-Transfers von Cvjetinovic und Cigerci, die beide vom Verein noch nicht offiziell bestätigt sind, ist auch die Richtung klar: Es kann nur noch um den Aufstieg in die 2. Bundesliga gehen, wenngleich das in der Lausitz niemand so richtig offensiv ausspricht.
Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

