Cottbus in Schockstarre: So wird das nichts mit dem Aufstieg!

Cottbus/ Leipzig - Schockstarre in der Lausitz! Der "Totalausfall" des Teams von Energie Cottbus am Mittwochabend bei Chemie Leipzig (0:3) gibt nicht nur Trainer Claus-Dieter Wollitz (58) gehörig Rätsel auf. War's das mit den Aufstiegshoffnungen 3. Liga?

Chemies Denis Jäpel (25, v.) dreht zum 2:0-Jubel ab. Cottbus mit Keeper Elias Bethke (20, l.) und Filip Kusic (27, r.) wirken nach 15 Minuten schon geschlagen.
Chemies Denis Jäpel (25, v.) dreht zum 2:0-Jubel ab. Cottbus mit Keeper Elias Bethke (20, l.) und Filip Kusic (27, r.) wirken nach 15 Minuten schon geschlagen.  © Picture Point / Gabor Krieg

"Nicht dass sie heute auf Arbeit nicht richtig Gas gegeben haben", meine Chemie-Coach Miroslav Jagatic (47) nach der Partie über seine aus vielen Feierabendfußballern gespickte Mannschaft, die eine wahre Energieleistung gezeigt hatte.

Ganz anders Favorit und Gast Energie Cottbus, die sich ab der ersten Minute im Kopf und auf den Beinen so gar nicht arbeitsbereit präsentierten.

Bereits nach 58 Sekunden ließ sich die FCE- Hintermannschaft von Chemies

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Florian Kirstein (28) überrumpeln. Ähnliches Bild in der 15. Minute, erneut nach einem Ballverlust im Spielaufbau der Cottbuser, Denis Jäpel (25) schob nach einem erneuten Sturmlauf Kirsteins cool ein.

Cottbus in Schockstarre und ohne Aufbäumen! Die (Leipziger) Messe war an diesem Abend frühzeitig gelesen, Energie fand nie einen Zugang zum Spiel.

Es ist nicht das erste Mal, dass Energie Cottbus eine Anfangsphase verschläft. Allein in 2024 lag das Wollitz-Team schon gegen Rot-Weiß Erfurt, Hansa Rostock II, Viktoria Berlin und den Chemnitzer FC nach spätestens elf Minuten zurück, irre!

Und gegen Altglienicke und Meuselwitz hatte der FCE Glück, nicht ebenso früh überrumpelt worden zu sein.

Energie Cottbus wird in der Regionalliga Nordost regelmäßig in der Anfangsphase überrumpelt

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz (58) legte sich voller Unzufriedenheit lautstark mit dem Schiedsrichter und den Heimfans an.
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz (58) legte sich voller Unzufriedenheit lautstark mit dem Schiedsrichter und den Heimfans an.  © Picture Point / Gabor Krieg

Doch Energie schaltet nicht nur zu spät in den Arbeitsmodus, sondern wählt in dieser Liga zu oft die falschen Mittel. Der von Wollitz favorisierte Kurzpass-Fußball funktioniert auf vielen in der Jahreszeit ramponierten Untergründen nicht!

Exemplarisch war am Mittwoch das ideenlose und tempoarme Ballgeschiebe von hinten raus, gegen die kompakte 4-4-2-Formation der Chemiker war kein Durchkommen.

In der Liga schlägt oft der einfache Fußball den komplizierten. So wird das nichts mit dem Aufstieg, werter FC Energie!

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Ein Fünkchen Aufstiegs-Resthoffnung bleibt, sollten der Greifswalder FC und BFC Dynamo am Donnerstagabend patzen. Der Erste und Zweite der Regionalliga Nordost sind jeweils auswärts gefordert, bei einem Sieg wären sie allerdings sieben respektive fünf Punkte weg.

Cottbus empfängt erst am Ostermontag (13 Uhr) den FC Eilenburg. Doch mit der Einstellung von Mittwoch wird es in einem jedem Spiel gegen eine Feierabendtruppe schwer!

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point / Gabor Krieg

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