Erst das Tor, jetzt die Tribüne: Großes Gefühls-Drama um Cottbus-Matchwinner

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Cottbus/Köln - Jetzt ist der Cottbuser Aufstiegs-Traum ganz nah! Doch für Energies Helden vom Arbeitssieg gegen Viktoria Köln (2:0) wird das Spiel im Nachgang zu einer richtig bitteren Pille.

Gemischte Gefühle bei King Manu (22): Erst wird Energie Verteidiger zum Matchwinner, doch im nächsten Spiel muss er pausieren.
Gemischte Gefühle bei King Manu (22): Erst wird Energie Verteidiger zum Matchwinner, doch im nächsten Spiel muss er pausieren.  © IMAGO / Fotostand

Denn King Manu (22), Torschütze zum 2:0, hatte kurz vor der Pause die fünfte Gelbe gesehen. Was bedeutet: Ausgerechnet im direkten Duell beim MSV Duisburg kommenden Sonntag (13.30 Uhr) fehlt er gesperrt.

Schon in der Halbzeit gab es in der Kabine trotz 1:0-Führung betrübte Minen, die FCE-Coach Pele Wollitz (60) aufhellen musste.

Bei MagentaSport erklärte der erfahrene Trainer: "Es gehört dazu, wenn einer fünf Gelbe Karten hat, dass der Nächste reinkommt. Wenn man Vertrauen zu jedem Spieler hat, ist das überhaupt kein Problem."

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Doch der Stachel saß tief, Energie kam die erste Hälfte der zweiten Hälfte gar nicht in die Gänge. Bis Manu sich zum Matchwinner aufschwang!

In Siebenmeilenstiefeln, die an den früheren Bayern-Verteidiger Lucio (heute 47) erinnerten, stürmte Energies Manndecker von ganz hinten nach ganz vorne und blieb vor dem Tor ganz cool. Nach dem 2:0 ließ Cottbus nichts mehr anbrennen.

Manu: "Wir sind zum Ende der Saison zum Glück noch abgeklärter geworden. Vor ein paar Wochen hätten wir dieses Spiel vielleicht noch verloren. [...] Wir sind Mentalitätsmonster, wir sind die beste Mannschaft in Sachen Mentalität! Es war mir zu jeder Zeit klar, dass wir den Sieg holen."

King Manu überragt gegen Viktoria Köln - und wird von Familie und Freunden nach Schlusspfiff geherzt

Cottbus-Coach Pele Wollitz (60) lobte Manu in höchsten Tönen und blieb trotz dessen Sperre gelassen. (Archivfoto)
Cottbus-Coach Pele Wollitz (60) lobte Manu in höchsten Tönen und blieb trotz dessen Sperre gelassen. (Archivfoto)  © Frank Hammerschmidt/dpa

Der großgewachsene Verteidiger hatte bis dahin auch in seiner Kernkompetenz überragt, war vielmals in höchster Not zur Stelle.

Deshalb holte sein Trainer nach Abpfiff zur Lobeshymne aus: "King Manu ist einer der interessantesten Spieler. Der hat eine positive Arroganz, aber das ist ein richtig fantastischer Mensch. Ich schätze den über alles, ich habe zu ihm ein sehr gutes Verhältnis."

Der 22-Jährige spielt seine erste durchgängige Saison als Stammspieler auf dem Niveau 3. Liga, ist von Fortuna Düsseldorf bis zum Saisonende ausgeliehen.

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Schöne Randnotiz: Manu, der gebürtig aus Köln stammt, wurde bei der Rückkehr in seine Heimat von seinem Papa und vielen Freunden später auf der Tribüne geherzt - und konnte für einen kleinen Moment seine fünfte Gelbe Karte vergessen.

Titelfoto: IMAGO / Fotostand

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