Erster Konkurrent patzt, aber: Cottbus kriecht auf letzter Rille nach Köln
Cottbus - Die Konkurrenz patzt, doch wie viele gesunde Krieger hat Energie Cottbus im Aufstiegskampf in seinem Lazarett?
Pünktlich zum Saisonfinale häufen sich die Ermüdungserscheinungen im Wollitz-Trupp. Unter der Woche waren zig Akteure angeschlagen, darunter Schlüsselspieler wie Axel Borgmann (31) oder Dominik Pelivan (29). Die lange Saison fordert ihren Tribut.
Während Leon Guwara (29) und Justin Butler (25, nach Oberschenkelzerrung) am Freitag durch den Eliaspark joggten und Can Moustfa (21) mit Spezialmaske nach Nasenbeinbruch trainierte, meldete sich Timmy Thiele (34) krank.
Auf der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Köln-Spiel äußerte Energies Trainer unmissverständlich: "Das Training ist auf das Minimum heruntergesetzt worden - schon seit vier Wochen. Weniger geht nicht."
Wer es für die Partie bei Viktoria Köln (Sonntag, 13.30 Uhr) in den Kader schafft, entscheide sich nach dem Abschlusstraining am Samstagmorgen.
Wollitz voller Sorgenfalten: "Fakt ist, dass immer mehr Spieler Probleme bekommen: Adduktoren, Schambein, Muskulatur: Es wird alles daran gesetzt immer auszusteuern, Behandlungen rund um die Uhr. [...] Die Physios Bruno und Basti schaffen das gar nicht alleine."
Energie Cottbus: Schont Wollitz Spieler für das direkte Duell gegen Duisburg in der Woche darauf?
Also auf der letzten Rille nach Köln. Wer im Bus sitzt, der am Samstagmittag losrollt, bleibt ein Geheimnis.
Wollitz verrät nur so viel: "Bei Butler ist es so: Das können wir machen. Die Frage ist, ob das dann nicht schlimmer wird. [...] Bei Leon ist es ähnlich."
Auch wenn es Energies Trainer nicht zugibt: Das direkte Duell gegen Duisburg in der Woche drauf könnte bei dem ein oder anderen Akteur den Ausschlag geben, ihn nicht mit nach an die "Schäl Sick" zu nehmen.
"Ich weiß auch gar nicht, ob wir diesmal diesen Kader mit 20 Spielern voll bekommen", so Wollitz.
Dennoch dürfte auch er den Patzer der Duisburger am Freitagabend in Aachen registriert haben: Mit einem Sieg am Sonntag wäre Energie drei Zähler weg.
Titelfoto: IMAGO / Andy Bünning

