Erster Konkurrent patzt, aber: Cottbus kriecht auf letzter Rille nach Köln

Cottbus - Die Konkurrenz patzt, doch wie viele gesunde Krieger hat Energie Cottbus im Aufstiegskampf in seinem Lazarett?

Dominik Pelivan (29, r.) ging zuletzt angeschlagen in Essen-Spiel, lief unrund und musste zur Pause raus.  © IMAGO / Andy Bünning

Pünktlich zum Saisonfinale häufen sich die Ermüdungserscheinungen im Wollitz-Trupp. Unter der Woche waren zig Akteure angeschlagen, darunter Schlüsselspieler wie Axel Borgmann (31) oder Dominik Pelivan (29). Die lange Saison fordert ihren Tribut.

Während Leon Guwara (29) und Justin Butler (25, nach Oberschenkelzerrung) am Freitag durch den Eliaspark joggten und Can Moustfa (21) mit Spezialmaske nach Nasenbeinbruch trainierte, meldete sich Timmy Thiele (34) krank.

Auf der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Köln-Spiel äußerte Energies Trainer unmissverständlich: "Das Training ist auf das Minimum heruntergesetzt worden - schon seit vier Wochen. Weniger geht nicht."

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Wer es für die Partie bei Viktoria Köln (Sonntag, 13.30 Uhr) in den Kader schafft, entscheide sich nach dem Abschlusstraining am Samstagmorgen.

Wollitz voller Sorgenfalten: "Fakt ist, dass immer mehr Spieler Probleme bekommen: Adduktoren, Schambein, Muskulatur: Es wird alles daran gesetzt immer auszusteuern, Behandlungen rund um die Uhr. [...] Die Physios Bruno und Basti schaffen das gar nicht alleine."

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Bild vom Freitagstraining: Auch die schwierigen Platzbedingungen machen vielen Spielern zu schaffen.  © TAG24/Lukas Schulze

Energie Cottbus: Schont Wollitz Spieler für das direkte Duell gegen Duisburg in der Woche darauf?

Ernste Blicke in Cottbus am Freitag: Die Personalsituation ist überaus angespannt.  © TAG24/Lukas Schulze

Also auf der letzten Rille nach Köln. Wer im Bus sitzt, der am Samstagmittag losrollt, bleibt ein Geheimnis.

Wollitz verrät nur so viel: "Bei Butler ist es so: Das können wir machen. Die Frage ist, ob das dann nicht schlimmer wird. [...] Bei Leon ist es ähnlich."

Auch wenn es Energies Trainer nicht zugibt: Das direkte Duell gegen Duisburg in der Woche drauf könnte bei dem ein oder anderen Akteur den Ausschlag geben, ihn nicht mit nach an die "Schäl Sick" zu nehmen.

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"Ich weiß auch gar nicht, ob wir diesmal diesen Kader mit 20 Spielern voll bekommen", so Wollitz.

Dennoch dürfte auch er den Patzer der Duisburger am Freitagabend in Aachen registriert haben: Mit einem Sieg am Sonntag wäre Energie drei Zähler weg.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 34 56:27 70
2 Rot-Weiss Essen 34 72:56 64
3 FC Energie Cottbus 34 66:48 63
4 MSV Duisburg 35 63:47 63
5 FC Hansa Rostock 34 62:37 60
6 SC Verl 34 74:45 58
7 Alemannia Aachen 35 66:55 57
8 TSV 1860 München 34 49:45 52
9 SV Wehen Wiesbaden 34 47:45 49
10 SV Waldhof Mannheim 34 55:63 48
11 Viktoria Köln 34 48:47 47
12 SSV Jahn Regensburg 34 47:53 43
13 VfB Stuttgart II 34 43:56 43
14 FC Ingolstadt 04 34 52:49 40
15 TSG 1899 Hoffenheim II 34 61:62 40
16 1. FC Saarbrücken 34 42:49 38
17 SSV Ulm 1846 34 44:69 32
18 TSV Havelse 34 50:75 29
19 FC Erzgebirge Aue 34 40:63 26
20 1. FC Schweinfurt 05 34 31:77 19

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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