Für den perfekten Restart: Cottbus trainiert auf Nationalelf-Gelände!
Cottbus - Schlammiger Rasen in Cottbus war gestern! Vor dem Rückrundenstart beim 1. FC Saarbrücken (Samstag, 14 Uhr) trainiert Energie Cottbus nirgendwo anders als an der noblen DFB-Zentrale in Frankfurt am Main.
Dort, wo Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) gerne die Nationalmannschaft zusammenruft, ist am Freitagmorgen der Drittligist aus der Lausitz zu Gast.
Denn die über 700 Kilometer weite Fahrt legt Energie in zwei Etappen zurück. Donnerstagmittag um 12 Uhr ging es mit dem Reisebus los - erster Halt Frankfurt am Main.
Dort wurde zu Abend gegessen und genächtigt, ehe am Freitagmorgen das Abschlusstraining auf dem heiligen Rasen des DFB-Campus stattfindet.
Für Energie, das die komplette Wintervorbereitung im verschneiten Cottbus bestritt, bedeutet das: endlich beste Bedingungen, um gepflegt Fußball zu spielen.
Trainer Pele Wollitz (60) moserte auf der Pressekonferenz am Donnerstag: "Wenn ich Wünsche hätte, dann den Rasen im Eliaspark wechseln."
Das vereinseigene Trainingsfeld ist derzeit alternativlos, weil der Platz Parzellenstraße gesperrt ist und ab April ertüchtigt wird.
Energie Cottbus konnte zu Hause vor dem Saarbrücken-Start nur eingeschränkt trainieren
Energie geht mit nur einem Härtetest in den Beinen und der Tabellenführung der 3. Liga in die Rückrunde.
So wurde der Mittwochs-Test gegen Hertha wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt. Auch die Reise zum kurzfristig anberaumten Duell gegen RB Leipzig wurde wegen gefährlichen Straßen-Verhältnissen vergangenen Samstag abgeblasen.
Wollitz: "Der Winter ist härter als in den letzten Jahren, die Bedingungen werden von Jahr zu Jahr schlechter."
Dennoch erwarte der erfahrene Trainer "Professionalität" und dass das Team die Umstände nicht als "Ausrede" geltend mache.
Zumindest das Abschlusstraining dürfte auf einem Platz erster Güte stattfinden, ehe es Freitagmittag weiter ins Saarland geht. Mit an Bord dürften die genesenen Justin Butler (24) und King Manu (22) sein, auch wenn sie noch nicht bei "100 Prozent" sind. Merveille Biankadi (30) fehlt nach einem Schlag aufs Sprunggelenk.
Titelfoto: Arne Dedert/dpa

