Ist Cottbus noch zu stoppen? FCE-Profi geht "all-in" und will neun Punkte aus drei Spielen holen!
Cottbus - Ist Energie Cottbus auf dem Weg in die 2. Bundesliga noch zu stoppen? Nach dem Sprung auf Platz zwei rückt der Aufstieg in greifbare Nähe.
Die Kollektiv-Patzer der Konkurrenz machten es möglich, Energie wurde zum haushohen Gewinner des 35. Spieltags.
Was vor wenigen Wochen kaum denkbar schien, ist jetzt so nah: Mit einem Sieg gegen den MSV Duisburg am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) wäre der Relegationsplatz drei nahezu sicher.
Nach dem 2:0-Arbeitssieg bei Viktoria Köln kündigte Energies Abwehrchef King Manu (22) bei MagentaSport an, "all-in" gehen zu wollen: "Wir haben noch drei Spiele, wir wollen neun Punkte holen. Es liegt alles in unserer Hand."
Breite Brust in Cottbus vor dem Finale!
Das sah am Sonntag vor einer Woche ganz anders aus, Energie lag gegen Essen 1:3 zurück, RWE war in der virtuellen Tabelle sieben Zähler weg. Sämtliche Aufstiegsträume schienen zerplatzt.
Und plötzlich befindet sich Cottbus drei Runden vor Schluss in der Pole Position vor Essen und Duisburg. Verrückte 3. Liga!
Energie Cottbus im Spitzenspiel ohne King Manu, MSV Duisburg ohne Lex-Tyger Lobinger
Energie bläst vor dem Spitzenspiel in Duisburg zum Angriff, will nach 1860 München und Rot-Weiss Essen das nächste Topteam kaltstellen.
Manu führt aus: "Ich hoffe, dass wir an der Leistung nächste Woche anknüpfen können und wir dann Duisburg die erste Heimniederlage geben."
Zur ganzen Wahrheit gehört aber, dass Energies Auswärtssieg bei Viktoria Köln auf Messers Schneide stand. Trainer Pele Wollitz (60) gab zu: "Du brauchst solche Spiele, um am Ende auch ganz oben da zu sein."
Dennoch ist die Erfolgsserie (vier Siege aus fünf Spielen nach der Länderspielpause) kein Zufall. Matchwinner Manu voller Überzeugung: "Wir sind Mentalitätsmonster, wir sind die beste Mannschaft in Sachen Mentalität!"
Das 5:3 nach 1:3 in Essen lässt genauso grüßen wie sein Treffer in Köln nach Cottbuser Schwächephase. Da fällt selbst Manus Sperre wegen der fünften Gelben wenig ins Gewicht, Mladen Cvjetinovic (22) überzeugte nach seiner Einwechslung in Köln.
Hinzu kommt das Quäntchen Glück: Duisburgs Topstürmer Lex-Tyger Lobinger (27) handelte sich ebenfalls zum fünften Mal Gelb ein und wird wie Manu im direkten Duell am Sonntag fehlen.
Titelfoto: IMAGO / Beautiful Sports International

