Ist er der neue Party-Kapitän? Feierbiester von Energie Cottbus müssen wieder "Laufen lernen"

Cottbus - Zurück vom Malle-Trip! 21 Cottbuser Aufstiegshelden machten von Montag bis Mittwoch den Megapark unsicher. Am ersten Tag nach der Rückkehr spricht Tim Campulka (27) exklusiv bei TAG24 über den Ausflug und das Pokalfinale gegen Krieschow am Samstag (Anstoß: 11.30 Uhr).

Dieser Schnappschuss entstand auf Malle. Tim Campulka (27, 2.v.r.) führte die Partygang an.  © instagram.com/t.k.thiele

TAG24: Ihr seid frisch zurück von Mallorca, wie war denn die große Sause?

Tim Campulka: Ja, sehr, sehr gut, sehr, sehr alkoholisch, sehr, sehr wenig Schlaf auf alle Fälle, aber so muss es auch sein. Ich glaube, wir haben es alle genossen, wir waren fast alle dabei. Von daher müssen wir jetzt schauen, dass wir irgendwie den Alkohol aus den Beinen kriegen.

Aber es war wirklich klasse. Ich glaube, das muss auch sein, wenn man so was Großes schafft, das dann auch feiert, weil so oft kommt so was im Leben nicht. Und es haben sich ein paar Feierbiester auf alle Fälle herauskristallisiert.

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TAG24: Würdest du dich auch dazu zählen? Manche sagen sogar, du bist der neue Partykapitän.

Campulka: Ja, ich glaube schon, dass ich da ganz weit vorne mit dabei bin. Es gibt auch noch den einen oder anderen, wie zum Beispiel Mladen [Cvjetinovic; Anm. d. Red.]. Das hätte man so jetzt vielleicht auch nicht gedacht. Aber da war wirklich Qualität auf der Insel, muss man sagen. Von daher glaube ich schon, dass ich da die Jungs ganz gut angeführt habe.

TAG24: Ihr steht jetzt kurz vor dem Finale des Landespokals Brandenburg. Wie schwer ist es, den Schalter umzulegen?

Campulka: Wenn ihr mit auf dem Platz wart, dann habt ihr gesehen, dass es jetzt sehr schwer ist. Erst mal heute noch auf alle Fälle. Deswegen haben wir heute [am Donnerstag] versucht, laufen zu lernen. Morgen werden wir dann normal ein gutes Abschlusstraining machen.

Ich glaube, das Thema ist jetzt: weniger ist mehr. Und dass wir dann am Samstag noch mal einen raushauen. Aber das ist natürlich schon schwer. Machen wir uns nichts vor. Da müssen wir schauen, dass wir irgendwie über den Punkt kommen.

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Tim Campulka feuert seine Mitspieler trotz sportlicher Nebenrolle von der Seitenlinie lautstark an

Da staunt selbst Pele Wollitz (im Hintergrund) nicht schlecht: Campulka geht auch als Motivator an der Seitenlinie voran.  © IMAGO / IPA Photo

TAG24: Für dich persönlich hat sich in der Rückrunde deine Rolle ein Stück weit gewandelt. Wie ordnest du das ein?

Campulka: Auf alle Fälle. Ich glaube, dass ich eine sehr, sehr gute Hinrunde gespielt habe. Da habe ich fast jedes Spiel gemacht, wir sind auch Herbstmeister geworden, ich hab' auch zwei Tore gemacht. Von daher war das schon sehr ordentlich.

In der Rückrunde haben sich King [Manu] und Nyamekye [Awortwie-Grant] so herauskristallisiert, dass sie einfach enorme Qualität haben. Und den Laden brutal hinten dichtgehalten haben. Man hat ja auch gesehen, wir waren mit die beste Defensive in der Rückrunde.

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Und für mich war das nie ein Thema, der Stinker zu sein. Das bin ich überhaupt nicht. Deswegen peitsche ich die Jungs in jedem Spiel von draußen nach vorne und bin von daher auch Teil des Erfolgs. Was ich die drei Jahre hier erlebt habe, hätte ich auch nicht gedacht, als ich hierherkam. Ich trage den Verein schon jetzt im Herzen.

TAG24: Wie geht es für dich nach der Saison weiter? Du wirst immer wieder mit Erzgebirge Aue in Verbindung gebracht, wurdest dort auch geboren.

Campulka: Es gibt das eine oder andere, was schon feststeht, was aber jetzt noch nicht öffentlich ist. Von daher schauen wir mal, was wird. Wir wollen jetzt erstmal Samstag den Pokal gewinnen.

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