Kinsombi dribbelt zum Erzrivalen - so schnappte Cottbus Hansas Kicker weg!

Cottbus/Rostock - Diese Nachricht trifft viele Hansa-Fans ins Mark: Christian Kinsombi (26) verlässt nach drei Jahren die Kogge - und schließt sich ausgerechnet Cottbus an. TAG24 erklärt den Wechsel zum Erzrivalen.

Christian Kinsombi (26) sorgte in den Duellen gegen Cottbus immer für viel Wirbel.  © IMAGO / Andy Bünning

Praktisch aus dem Nichts stellte Cottbus am Montag Kinsombi als ersten Neuen vor. So überraschend der Transfer für viele Außenstehende kam, war er nicht.

TAG24 weiß, dass Cottbus viel länger und gut vor dem letzten Spieltag um Kinsombi geworben hatte. Die Lausitzer waren bei Weitem nicht der einzige externe Interessent, auch Hansa hätte gerne mit dem Deutsch-Kongolesen verlängert.

Dass beide Klubs Erzrivalen sind, war für den lebensfrohen Kinsombi, der in Wiesbaden aufwuchs und bei Mainz 05 den Feinschliff bekam, kein Thema. Vielmehr machten die Lausitzer aus zweierlei Gründen das Rennen: Trainer Pele Wollitz (60) und der mutige Offensivfußball.

Energie Cottbus Nächster Abschied: Cottbuser Nachwuchsleiter wird Sportchef in der Regionalliga Nordost

Energies Trainervulkan soll Kinsombi in den Sondierungsgesprächen derart emotional gepackt haben, dass danach für den Offensivkicker feststand: Ich will unter allen Umständen in Cottbus spielen.

Die 2. Bundesliga selbst soll nicht das entscheidende Kriterium gewesen sein, jedoch ein Bonus. Wichtiger war neben Bessermacher Wollitz, der schon zig Spieler auf ein höheres Level hob, das Cottbuser Spielsystem.

Während Hansa lange auf eine Grundordnung mit Schienenspielern und Positionsspiel setzte, in dem Kinsombi seine Rolle suchte, agiert Energie im 4-2-3-1 oder 4-3-3 mit viel Freiheiten hinter Sturmspitze Erik Engelhardt (28).

Anzeige

Energie Cottbus bekommt in Christian Kinsombi einen dribbelstarken Offensivkicker und eine Frohnatur

Der variable Offensivkicker gilt als starker Dribbler mit Ball am Fuß und menschlich ´als Frohnatur.  © Swen Pförtner/dpa

Kinsombis Vorteil: Der dribbelstarke und technisch versierte Rechtsfuß kann vorne mehrere Positionen spielen. Der Neuzugang äußert sich im Cottbuser Pressestatement nicht, dafür erklärt sein künftiger Trainer Pele Wollitz:

"Christian ist ein Spieler, der nach unserer Auffassung sehr gut zu dem Fußball passt, den wir auch weiterhin hier bei uns spielen möchten. Er ist schnell und flexibel einsetzbar, kann in der Zentrale oder über die Außenbahn, aber auch ganz vorne im Angriff zum Einsatz kommen."

Darüber hinaus beeindruckt Kinsombis Quote - trotz Teilzeitrolle in Rostock scorte er alle 146 Minuten in der Liga, insgesamt waren das 19 Torbeteiligungen in drei Jahren. Dennoch blieb der Eindruck hängen, dass aus dem veranlagten Kinsombi noch mehr herauszuholen sei und ihm ein Tapetenwechsel guttun würde.

Energie Cottbus Lausitzer "Fußballgott" bleibt: Energie bindet Aufstiegsheld Cigerci

In King Manu (22) kennt Kinsombi zudem einen Energie-Akteur aus der gemeinsamen Spielzeit 2024/25 bei Hansa. Manu kommentierte am Tag von Kinsombis Abschied unter dessen Instagram-Post: "viel Erfolg egal wo hin es dich zieht mein Freund".

Das war Sonntag - am Montag wurde Kinsombi in Cottbus vorgestellt. Manu schickte Minuten darauf sechs Herzsmileys unter das Vereinsposting. Ein Zeichen, dass der Verteidiger künftig mit Kinsombi zusammenspielen wird?

Mehr zum Thema Energie Cottbus: