Minuskulisse der Saison für Energie Cottbus: Warum will den Spitzenreiter keiner sehen?

Cottbus - Spitzenreiter der 3. Liga - und keiner will ihn sehen? Neben der Verletzung von King Manu (21) war am Samstag die geringe Zuschauerzahl von 8628 Fans für Energie Cottbus der zweite Wermutstropfen.

Energie Cottbus feiert sich und die Top-Platzierung in der 3. Liga. Doch viele Plätze blieben leer.
Energie Cottbus feiert sich und die Top-Platzierung in der 3. Liga. Doch viele Plätze blieben leer.  © IMAGO / Fotostand

Selbst Pele Wollitz (60) konnte seine Enttäuschung auf der Pressekonferenz nach dem 3:2-Sieg über Viktoria Köln nicht verbergen. Auf die Minuskulisse der Saison angesprochen offenbarte der FCE-Trainer: "Ich habe gehofft, dass ich diese Frage nicht gestellt bekomme."

Denn der FCE befindet sich bei dieser Frage in einem Dilemma: Zum einen muss der Klub dankbar über jeden Zuschauer sein. Zum anderen ist die Zahl von Samstag tatsächlich ein Rückschlag.

Deshalb probierte Wollitz, das Positive hervorzuheben: "Ich freue mich nur, dass die 8700 wirklich dann eine fantastische Stimmung gebracht haben."

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Der harte Kern der Energie-Fans entwickelte nach zwölf Minuten eine solche Wucht, die aufs Feld überschlug, wie auch Köln-Coach Marian Wilhelm (37) anerkannte.

Dennoch hob Wollitz den mahnenden Zeigefinger: "Energie Cottbus braucht Zuschauerzahlen, um überhaupt einen gewissen Kader zusammenstellen zu können."

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Speziell auf der Osttribüne war am Samstag wenig los.
Speziell auf der Osttribüne war am Samstag wenig los.  © TAG24/Lukas Schulze

Wollitz weiß genauso wie die Vereinsführung um Sebastian Lemke (42), dass die geringen Zahlen nicht auf schlechte Leistungen oder fehlende Identifikation des Teams zurückzuführen sind.

Stattdessen dürfte es gegen Köln eine Mischung aus Monatsende, der Jahreszeit, dem kleinen Namen des Gegners und wenig Auswärtsfans gewesen sein.

Und natürlich der Ausblick auf das Heimspiel am darauffolgende Wochenende, wenn viele Fans für das Spitzenspiel gegen den MSV Duisburg (aufgrund des höheren Sieges jetzt Erster) erneut ein Ticket kaufen müssen.

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Dennoch bereiten die Zahlen Sorgen. Wollitz noch einmal: "Ich sag' mal anders: Wenn Energie Cottbus 15., 16., 17. wär’, dann hätten wir 5000 Zuschauer und das halte ich jetzt viel bedenklicher, weil es dann wirtschaftlich gar nicht mehr darstellbar ist."

Matchwinner Anderson Lucoqui (28) meinte bei TAG24: "Die Mannschaft hat es verdient, dass mehr Leute reinkommen und nicht nur bei vermeintlichen Topspielen."

Titelfoto: IMAGO / Fotostand

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