Cottbus kurios! Siegtorschütze trifft mit erstem Ballkontakt - dabei sollte er gar nicht spielen

Cottbus - Cooles Geständnis von Pele Wollitz (60): Auf der Pressekonferenz nach dem furiosen 3:2-Sieg über Viktoria Köln ließ er durchblicken, dass es nicht geplant war, dass Energies Siegtorschütze Anderson Lucoqui (28) spielt.

Anderson Lucoqui (28, 2.v.l.) trifft zum ersten Mal für Energie Cottbus, und das 38 Sekunden nach seiner Einwechslung.
Anderson Lucoqui (28, 2.v.l.) trifft zum ersten Mal für Energie Cottbus, und das 38 Sekunden nach seiner Einwechslung.  © IMAGO / Fotostand

"Andy Lucoqui, gehört auch zur Wahrheit, sollte gar nicht gewechselt werden", so der Trainer auf der PK nach dem Spiel.

Allerdings hatte Tim Campulka (26) angezeigt, dass er nach dem nächsten Sprint Krämpfe bekommen dürfte. Deshalb kam Lucoqui nach 84 Minuten in die Partie und sorgte exakt 38 Sekunden später für kollektiven Freudentaumel in der Lausitz.

Tolcay Cigerci (30) hatte sich im Strafraum durchgesetzt und an die Strafraumkante zurückgelegt, wo Lucoqui angerauscht kam und die Pille zum 3:2 ins Netz donnerte.

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Danach rastete ganz Cottbus aus, Energie hatte wieder einmal im eigenen Haus einen Rückstand in einen Sieg gedreht.

Nach dem Spiel konnte sich der Matchwinner vor Interview-Terminen gar nicht retten und stellte gut 45 Minuten nach Abpfiff glückselig in der Mixed-Zone fest: "Der Fußball schreibt seine eigenen Geschichten."

Anderson Lucoqui wirbt für mehr Zuschauer

Lucoqui (h.) ist schnell in Cottbus angekommen, absolvierte bisher jedes Ligaspiel seit seinem Wechsel. Auf seinen Premierentreffer musste er aber warten.
Lucoqui (h.) ist schnell in Cottbus angekommen, absolvierte bisher jedes Ligaspiel seit seinem Wechsel. Auf seinen Premierentreffer musste er aber warten.  © Robert Michael/dpa

Für den Nachzügler unter den Neuzugängen war es eine doppelte Premiere: Mit dem ersten Ballkontakt erzielte er seinen Premierentreffer für die Lausitzer.

Anschließend gab er Einblicke in seine Gefühlswelt: "Es ist generell schwierig für einen Spieler, der draußen ist, so ein wildes Spiel zu sehen, ohne eingreifen zu können. Ich war da natürlich die ganze Zeit mit den Hufen am Scharren."

Lange stand das Spiel auf Messers Schneide, "deswegen war es geboten, dass wir sicher stehen, das 2:2 mindestens mitnehmen und gegebenenfalls das 3:2 machen", so der Matchwinner.

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Energie zog abermals das Spiel und war dennoch mit einem Umstand nicht zufrieden: 8628 Zuschauer bedeuteten Minuskulisse der Saison.

Lucoqui: "Die Mannschaft hat es verdient, dass mehr Leute reinkommen und nicht nur bei vermeintlichen Topspielen. Es tut mir leid für die Leute, die das Spiel heute nicht gesehen haben. Ich glaube, die lernen auch daraus."

Titelfoto: IMAGO / Fotostand

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