Mit drei Rückkehrern - hier knüppelt Cottbus Extra-Meter für den Aufstieg
Cottbus - Wird die Fitness zum Schlüssel für den Aufstieg? Im Mittwochstraining knüppelt Energie Cottbus hintenraus Extra-Meter für den Rückrundenstart gegen Saarbrücken (Samstag, 14 Uhr).
Gleich elf Spieler mussten am Ende des ohnehin harten Einheit nochmal ran. Darunter auch Topscorer Tolcay Cigerci (30).
Die Läufe von Strafraum zu Strafraum waren keine Bestrafung, sondern basierten auf der Live-Datenauswertung der Cottbuser Athletiktrainer. Bis zu neun Spurts dieser Art mussten die Akteure absolvieren, immer angetrieben vom Kampf gegen die Uhr.
Die Maßgabe: die 60 Meter in unter zehn Sekunden zurücklegen, danach gab es ein 20-Sekunden-Durchschnaufen, ehe der nächste Lauf erbarmungslos folgte.
Und Energie ist fit! Es sei nicht zu viel verraten, dass alle Akteure innerhalb des Zeitkorridors blieben. Schon am Samstag hatte das Wollitz-Team knackige zwei Stunden geschuftet.
Sehr zur Zufriedenheit des FCE-Trainers, der gegenüber seiner Mannschaft zum Start ins neue Jahr angegeben hatte, "draufpacken" zu wollen. Übersetzt heißt das nichts anderes, als dass Energie die konditionell stärkste Mannschaft der 3. Liga werden und dadurch den Spitzenplatz halten will.
Dafür beschäftigt Cottbus, im Gegensatz zu vielen Konkurrenten, gleich zwei Fitness-Spezialisten. Das wirkt - gegen Ende schlichen viele Akteure mit den Händen in den Seiten keuchend vom Platz.
King Manu, Justin Butler und Jonas Hofmann zurück im Training, Merveille Biankadi fehlt
Die Intensiv-Einheit war auch eine Reaktion auf den ausgefallen Hertha-Test. Am Mittwoch fehlten lediglich Merveille Biankadi (30, Schlag aufs Sprunggelenk) und der Langzeitverletzte Janis Juckel (21, Schulter) auf dem schlammigen Untergrund.
King Manu (22), Justin Butler (24) und Jonas Hofmann (28), die allesamt vor einer Woche im Altglienicke gefehlt hatten, konnten nahezu vollständig die Umfänge mitmachen. Butler zählte neben Jannis Boziaris (22) - wohl dem Gewinner der Vorbereitung - gar zu den auffälligsten Akteuren in den vorherigen Spielformen.
Zunächst war volle Power im 3-gegen-2 zu 1-gegen-2 mit Abschluss gefragt. Dann ging es im 11-gegen-11 über drei Abschnitte hoch und runter.
Immer wieder wurden die Teams durchmischt, einzig Dennis Slamar (31) und Theo Ogbidi (24) mussten über die ganze Zeit ihre Runden um den Platz drehen.
Am Donnerstag wird vormittags noch einmal angeschwitzt, ehe es nach dem Mittagessen in zwei Etappen Richtung Saarbrücken geht.
Titelfoto: Bildmontage: TAG24/Lukas Schulze

