Cottbus - Nach dem Aufstieg ist vor der 2. Liga! Energie Cottbus startet mit alt-neuem Emblem ins Bundesliga-Unterhaus. Das bedeutet auch: Das Traditionswappen aus der abgeschlossenen Erfolgssaison geht zurück in die Annalen!
Diesen Schritt wird der Verein nach TAG24-Infos dieser Tage flächendeckend vollziehen. Auf den sozialen Kanälen des Zweitliga-Aufsteigers prangt seit dieser Woche wieder das bis zum Saisonende 2024/25 bekannte Emblem.
Energie kehrt zu der bewährten Form zurück, die ab den Siebzigerjahren - vor allem mit dem Aufstieg in die DDR-Oberliga 1973/74 - endgültig etabliert wurde.
FCE-Pressesprecher Stefan Scharfenberg-Hecht erklärt auf TAG24-Nachfrage: "Wir hatten uns dazu entschieden, dass wir das Vereinsemblem aus dem Gründungsjahr 1966 in der Saison 2025/26 zum 60-jährigen Vereinsbestehen offiziell als Emblem führen werden. Das war eine ebenso bewusste, wie auch mutige Entscheidung, die insbesondere nach Veröffentlichung Diskussionen, Irritationen und Fragen mit sich brachte."
So umstritten vor einem Jahr der Übergang war, so kontrovers wird derzeit die Rolle rückwärts diskutiert.
Viele Anhänger hatten sich an das Traditionslogo gewöhnt, halten es im Vergleich für deutlicher, schnittiger und dynamischer.
"Veränderungen sind für Fans oft schwer, doch im Laufe der Zeit haben sich viele daran gewöhnt. Sie haben das historische Emblem schätzen und lieben gelernt. Wir haben registriert, dass es vermehrt Diskussionen unter den Fans gab und gibt, ob es nicht so weitergeführt werden könnte", so Scharfenberg-Hecht.
Energie Cottbus' Mitglieder müssten für dauerhafte Emblem-Änderung einen Antrag auf der MV stellen
Doch ein Zurück gibt es so schnell nicht. Für eine dauerhafte Rückkehr zum Traditionslogo wäre ein Antrag und eine Abstimmung auf der Mitgliederversammlung vonnöten.
Der Ausnahme-Saison mit dem Traditionsemblem war ein Beschluss aller relevanten Vereinsgremien vorausgegangen, allerdings nur für diesen zeitlichen Rahmen möglich. Da Energie nach wie vor ein Mitglieder-geführter Verein ist, gilt das Votum auf jener Versammlung als höchste Entscheidungsinstanz.
"Es ist unser Vereinsemblem, das ist Identität und das ist vor allem in der Vereinssatzung verankert. Das ändert man nicht einfach so", führt Energies Pressesprecher aus.
Für die neue Saison wurden schon sämtliche Textilien aus dem Hause Adidas mit dem neu-alten Emblem beflockt.
Eine dauerhafte Durchsetzung des Traditionslogos würde eine ungeheure organisatorische und finanzielle Kraftanstrengung bedeuten, die alle haptischen und digitalen Auftritte des Vereins umfassen würde. Stichwort: Markenrechte.
Scharfenberg-Hecht abschließend: "Am schönsten ist es zu wissen, dass wir rückwirkend betrachtet sehr viel richtig gemacht haben und dieses Emblem auf ewig mit der Rückkehr in die 2. Bundesliga verbunden sein wird."