Nach Geniestreich - Gästetrainer adelt Cottbus' Cigerci: "Gehört nicht in diese Liga"

Cottbus - Bei diesem Tor gerät selbst der Gegner ins Schwärmen! Nach dem Geniestreich von Tolcay Cigerci (31) adelt Essens Trainer Cottbus' Zauberfuß über aller Maßen.

RWE-Trainer Uwe Koschinat (54) zollte Cottbus' MVP allerhöchsten Respekt.  © Frank Hammerschmidt/dpa

"Es gibt Fußballer, die gehören nicht in diese Liga. Heute sage ich es bei Cigerci", übermittelte Uwe Koschinat (54) bei MagentaSport dem Spielentscheider höchste Anerkennung.

Mit Siebenmeilenstiefeln war Cigerci - beflügelt von seinen ersten beiden Treffern - an der Mittellinie losmarschiert und hatte die Pille über RWE-Keeper Jakob Golz (27) ins Gehäuse geschweißt.

"Dieses Tor ist einfach phänomenal. Das gibt dem Spiel eine Richtung. Es ist schon brutal, mit welcher Körpersprache dieser Spieler unterwegs ist und welche individuellen Qualitäten er hat, welche Führungsqualitäten", führte Koschinat aus.

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Die Story perfekt machte, dass der Pass in den Lauf ausgerechnet von seinem kurz zuvor eingewechselten Bruder Tolga Cigerci (34) kam. Das hätte sich keiner schöner ausmalen können!

Cigerci selbst gab das Kompliment an die phänomenalen Fans weiter: "Man muss dafür live dabei sein. Genau deswegen kommt man ins Stadion. Ohne das Publikum können wir so was auch nicht abliefern."

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Tolcay Cigerci (31, r.) holte den Ball nach seinem Elfmeter zum 2:3 aus dem Tor - und hatte noch nicht genug.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Tolcay Cigerci avanciert erneut zum Mann der besonderen Momente

Nach dem lupenreinen Hattrick Cigercis gibt es kein Halten mehr - seine Mitspieler umhüllen ihren Zauberfuß in einer Jubeltraube.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Zuvor hatte der Elfmeter zum 2:3 Energie zurück in Spiel geholt und das Stadion noch einmal mehr angezündet.

Koschinat: "Es war eine unfassbare Wucht im Stadion. Dann hat das hier eine Eigendynamik angenommen. Dann spielst du buchstäblich mindestens mit einem zwölften Mann und gegen sehr viel Qualität."

Nach diesem Brustlöser ging auf den Rängen so richtig die Post ab: "Der eigene Wille und Glaube muss da sein, aber das macht es doppelt aus. Wir haben nie den Glauben verloren und ein super Gefühl gehabt."

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Es war nicht das erste Mal, dass Cigerci und das Stadion ein Spiel entscheiden. Schon im Heimspiel gegen Konkurrent Duisburg (3:2) war der Deutschtürke der Mann für die besonderen Momente, als er in der Nachspielzeit den Keeper des Gegners überlistete.

"Heute kann man feiern, aber auch nicht zu lang. Morgen geht es weiter. Wir müssen gut regenerieren und dann voller Fokus auf die letzten vier Spiele", gab Energies Topspieler nach dem irren 5:3 die Marschroute fürs Saisonfinale aus.

Nach dem Kraftakt haben sich Cigerci und Co. erst einmal zwei freie Tage verdient: Pele Wollitz (60) bittet sein Team am Mittwoch wieder zum Training.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 34 56:27 70
2 Rot-Weiss Essen 34 72:56 64
3 FC Energie Cottbus 34 66:48 63
4 MSV Duisburg 34 62:44 63
5 FC Hansa Rostock 34 62:37 60
6 SC Verl 34 74:45 58
7 Alemannia Aachen 34 63:54 54
8 TSV 1860 München 34 49:45 52
9 SV Wehen Wiesbaden 34 47:45 49
10 SV Waldhof Mannheim 34 55:63 48
11 Viktoria Köln 34 48:47 47
12 SSV Jahn Regensburg 34 47:53 43
13 VfB Stuttgart II 34 43:56 43
14 FC Ingolstadt 04 34 52:49 40
15 TSG 1899 Hoffenheim II 34 61:62 40
16 1. FC Saarbrücken 34 42:49 38
17 SSV Ulm 1846 34 44:69 32
18 TSV Havelse 34 50:75 29
19 FC Erzgebirge Aue 34 40:63 26
20 1. FC Schweinfurt 05 34 31:77 19

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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