"Do or die" gegen Essen: Plötzlich steht für Cottbus alles Spitz auf Knopf

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Cottbus - Auf einmal steht die Saison Spitz oder Knopf! Nach dem großen Rundumschlag von Pele Wollitz (60) muss sein Team am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Rot-Weiss Essen liefern, sonst verbrennt sich auch der Trainer die Finger.

Pele Wollitz (60) hatte am Freitag zum großen Rundumschlag ausgeholt.
Pele Wollitz (60) hatte am Freitag zum großen Rundumschlag ausgeholt.  © Frank Hammerschmidt/dpa

"Der Druck ist jetzt da. Und da braucht man auch nicht drum herum reden, kann man auch nicht kleinerreden. Wenn man dranbleiben will, brauchen wir einen Sieg", stellt Wollitz ohne Wenn und Aber klar.

Was Energies Trainer nicht direkt ausspricht, aber jeder rund um den Klub weiß: In dieser Partie gilt "do or die"!

Verliert Energie, sind Essen und Platz zwei weg. Doch nicht nur das: Sollten Duisburg und Rostock am Samstag gewinnen, ziehen auch sie an Cottbus vorbei.

Fan-Ansturm in Cottbus vor dem Schicksalsspiel
Energie Cottbus Fan-Ansturm in Cottbus vor dem Schicksalsspiel

Daneben wäre eine Heimpleite emotional ein richtiger Tiefpunkt, weil die Truppe bis dato eine nicht für möglich gehaltene Saison spielte.

Jedoch: Mit einem Sieg wäre Energie dicker im Geschäft denn je und würde nebenbei Essens Super-Serie von sieben Siegen in Folge brechen.

Energie Cottbus kann das Essen-Spiel als Energie-Spender nutzen

Tolga Cigerci (34, o.) ist wieder fit und könnte seinem Bruder Tolcay (31, u.) den Rücken gegen Essen freihalten.
Tolga Cigerci (34, o.) ist wieder fit und könnte seinem Bruder Tolcay (31, u.) den Rücken gegen Essen freihalten.  © Julius Frick/dpa

Was neben dem Heimpublikum für die Wollitz-Elf spricht: Die Formkurve zeigt trotz Topspiel-Ärger in Osnabrück nach der Länderspielpause steil nach oben.

Energie präsentiert sich als geschlossene und eingespielte Einheit, hatte keinen größeren Hänger in der Saison und immer eine Antwort auf Rückschläge.

Und: Pünktlich zum Topspiel stehen mit Tolga Cigerci (34) und Leon Guwara (29) nahezu alle Alternativen wieder zur Verfügung, nur Justin Butler (25) musste am Freitag mit dick bandagierten Oberschenkel vom Platz. Cottbus besitzt dennoch eine Vielzahl an Möglichkeiten und Varianten.

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Auch Wollitz weiß: Ausflüchte oder externe Schuldfaktoren zählen gegen Essen genauso wenig wie persönliche Befindlichkeiten:

"In dieser Phase geht es nicht darum, irgendwelche Eigeninteressen zu präsentieren, oder irgendwelche Bauchflüsterer meinen, den Fußball noch mal am 34. Spieltag neu zu erfinden", so der Trainer.

Bringt Cottbus seine PS auf den Platz und lässt sich nicht von Störfeuern beirren, kann das Essen-Spiel als Energie-Spender taugen.

Titelfoto: Julius Frick/dpa

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