Nach Pokal-Blamage: Cottbus verabschiedet sechs Spieler, darunter einen "Fußballgott"
Cottbus - Auf die Pokal-Blamage folgt die Verabschiedung! Energie Cottbus hat nach der 1:2-Schlappe gegen Ortsnachbar VfB Krieschow sechs seiner Spieler auf dem Rasen in die Zukunft entlassen.
Timmy Thiele (34), Dennis Slamar (31), Marius Funk (30), Nyamekye Awortwie-Grant (25) und Janis Juckel (21) verlassen den künftigen Zweitligisten zum Saisonende.
Vor allem der Abschied von Awortwie-Grant schmerzt, den Abwehrrecken zieht es wohl zum SC Paderborn. Sein Vertrag hatte keine Gültigkeit für die 2. Bundesliga, weshalb er ablösefrei geht.
In Slamar und Juckel verlassen zwei Akteure den Verein, die schon beim Drittliga-Aufstieg 2024 dabei waren, zuletzt aber eine absolute Nebenrolle spielten. Gegen Krieschow durften sie ein letztes Mal ran.
Im Gegensatz zu Timmy Thiele. Sein Abgang ohne Happy End und Einsatz im Pokalfinale hatte sich über Wochen abgezeichnet. Von den Fans wurde er zum Abschied lautstark als "Fußballgott" verabschiedet, am Stadion-Mirko stelle der Angreifer heraus: "Wir haben Großes erreicht."
Im rbb-Interview danach bedankte sich der Fanliebling bei den Anhängern: "Die Liebe und den Support werde ich nie vergessen. Ich bin ultra dankbar für alles." Etwas schade: Zu dem Zeitpunkt gut 20 Minuten nach Abpfiff waren viele Fans schon gegangen.
Wie es für ihn persönlich weitergeht, ließ der Routinier offen. Der Abschied aus Cottbus bedeute nicht automatisch das Karriereende.
Alexander Sebald beendet seine aktive Karriere und wird vollumfänglicher Torwart-Trainer
Eine andere Rolle wird künftig Alexander Sebald (29) einnehmen. Der bisherige zweite Torhüter wird neuer Torwart-Trainer. Sebald hatte die Rolle in der Rückrunde nach der Trennung von Anton Wittmann (31) bereits in Doppelfunktion eingenommen und sich quasi selbst trainiert.
Seinen Torhüter-Kollegen Marius Funk zieht es zum VfB Stuttgart, dies war seit gut einer Woche bekannt. Energie braucht damit gleich zwei neue Keeper.
Dafür hatten am Freitag erst Tim Campulka (27) und dann Tolcay Cigerci (31) ihre Verträge verlängert.
Titelfoto: IMAGO / Steffen Beyer
