Oberndorf in Tirol (Österreich) - Im FCE-Lager spricht es keiner laut aus, aber spätestens nach Dienstag ist klar: Dieses Trainingscamp läuft bisher nicht nach Plan! Ein TAG24-Kommentar.
Das liegt weniger an der Organisation des Camps als an nicht beeinflussbaren Umständen. Eigentlich soll die Zeit dazu dienen, sich den Feinschliff für die 2. Liga zu holen. Doch zig Störfaktoren behindern dieses Unterfangen.
Los ging das ganze Unheil eigentlich schon vorher: Mit Swansea City konnte Energie sich nicht auf ein Testspiel zum Abschluss des Trainingslagers verständigen.
Auch eine Alternative war nicht in Sicht, sodass der zweite Test ersatzlos gestrichen wurde. Stattdessen soll es am Samstag einen Mannschaftsabend geben, ehe es einen Tag später als geplant zurück in die Lausitz geht.
Vor der Abfahrt nach Österreich folgte der Rassismus-Vorfall gegen Halle, der den sportlichen Wert des Tests in den Schatten stellte und einigen Spielern wertvolle Minuten Spielkondition kostete.
In der Zwischenzeit drang im Hintergrund durch, dass Newcomer Fousseny Doumbia (21) gar nicht an Bord sei und stattdessen in Cottbus eine Kapselverletzung am Zeh auskurieren müsse. Pech für den FCE und den Verteidiger, der auf bestem Wege in die Startelf war.
Zugleich fahndet Energie nach vier bis fünf Neuzugängen, darunter auch Stammspieler. Und bei Kapitän Axel Borgmann (32) und Topspieler Tolcay Cigerci (31) geht es nur in kleinen Schritten voran.
Energie Cottbus hat zwei neue Verletzte und nur ein Testspiel im Trainingslager
Zumal am Montag die nächste Hiobsbotschaft folgte: Sturm-Hoffnung Lucas Copado (21) verletzte sich im Training am Knie. Wie schwer, kann noch keiner sagen.
Im Testspiel gegen Mlada Boleslav am Mittwoch (17 Uhr) wird er aller Voraussicht nach fehlen. Gerade ihm hätte eine volle Vorbereitung nach einer gebrauchten Saison in Paderborn mit wenig Spielzeit gutgetan.
Der Trainingsabbruch wegen Unwetters am Dienstag ist die nächste Episode aus der Kategorie Pleiten, Pech und Pannen. Und der Blick auf die Wettervorhersage verrät: Gewitter sind auch für den Testspiel-Mittwoch und Trainings-Freitag, an dem eine Doppeleinheit auf dem Platz stattfinden soll, vorhergesagt.
Können diese Belastungstests nicht und nur teilweise stattfinden, wäre das der Super-GAU. Nicht ohne Grund bemängelte Pele Wollitz (60) am Montag gegenüber seinem Trainerteam, dass Belastung und Intensität im Training zu niedrig seien.
Nehmen die Wetter-Kapriolen weiter ihren Lauf, droht das teure Trainingslager zum Reinfall zu werden - ohne, dass der FCE in großen Teilen etwas dafür kann.