Fan-Ausschluss gegen PSG? FC Bayern gibt sich trotz UEFA-Ermittlungen gelassen
München - Nachdem mehrere Fotografen von euphorisierten Bayern-Fans im Rahmen des Champions-League-Spiels gegen Real Madrid verletzt wurden, ermittelt die UEFA gegen den Deutschen Rekordmeister. Droht ein Fan-Ausschluss im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain?
"Die Sorge ist nicht groß", antwortete FCB-Sportdirektor Christoph Freund (48) auf einer Pressekonferenz am Samstag auf eine entsprechende Frage. "Der Austausch mit der UEFA ist sehr, sehr gut und sehr, sehr eng über eine ganze Saison hinweg."
In den letzten Minuten des Fußball-Krimis gegen Real in der Allianz-Arena kletterten Anhänger der Münchner über den Zaun und drangen vor bis zur Werbebande, hinter der Fotojournalisten aus aller Welt saßen. Im Jubelpulk wurden mindestens zwei Frauen und zwei Männer verletzt. Auch Jamal Musiala sprang überschwänglich in die Menge. Die Kripo ermittelt.
"Es war Chaos und das tut uns auch leid, auch wenn da Journalisten verletzt wurden. Das darf nie passieren und das gehört auch nicht ins Stadion", sagte Freund.
"Bayern München und auch dieses Stadion stehen für eine richtige Sicherheit, für Familien, die sich wohlfühlen, ja, für außergewöhnliche Fußballstimmung, und dass alles top organisiert immer ist."
Es seit aber ein "außergewöhnlicher Fußballabend" mit vielen Emotionen gewesen. "Und dann ist es sicher ein bisschen übergekocht."
FC Bayern nach Pyro-Ausschreitungen auf Bewährung in der Champions League
Die UEFA hat ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Die UEFA wirft dem FC Bayern eine "Störung durch Zuschauer" vor, hinzu kommen "Blockierung öffentlicher Wege", das "Werfen von Gegenständen" und die "Übermittlung einer für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaft (Anti-UEFA-Banner)".
Nach wiederholten Pyro-Ausschreitungen der Bayern-Fans war der deutsche Rekordmeister im Dezember 2025 zur Sperre der kompletten Südkurve verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.
Sollte die Strafe aufgrund der Vorfälle im Viertelfinale nun vollstreckt werden, würde das ausgerechnet das Halbfinal-Rückspiel gegen PSG am 6. Mai in München treffen.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa
