Fans des FC Bayern aufgepasst: Fiese Facebook-Abzocke mit Identität von Präsident Hainer!

München - Betrüger haben auf Facebook offenbar die Identität von Präsident Herbert Hainer (68) missbraucht und mit mehreren Profilen auf der Social-Media-Plattform versucht, Anhänger des FC Bayern München finanziell abzuzocken.

Die Identität von Herbert Hainer (68), dem Präsidenten des FC Bayern München, ist auf Facebook offenbar von Betrügern missbraucht worden.
Die Identität von Herbert Hainer (68), dem Präsidenten des FC Bayern München, ist auf Facebook offenbar von Betrügern missbraucht worden.  © David Inderlied/dpa

Ein Opfer, das fast auf die perfide Masche, die auf dem bekannten sozialen Engagement des Klubs basiert, hereingefallen wäre, hat sich gegenüber der Bild-Zeitung nun zu dem Geschehenen geäußert.

"Ich war in einem finanziellen Engpass, musste dringend meine Frau und Tochter in Bulgarien unterstützen. Da kam ich in einem Fan-Forum mit (dem vermeintlichen, Anm. d. Red.) Bayern-Boss Hainer in Kontakt", wird Thomas Bacher zitiert.

Der Mann aus Stuttgart, bei dem es sich um einen großen Fan des Rekordmeisters handelt, tauschte nach eigener Aussage zunächst harmlos wirkende Nachrichten mit dem Profil-Inhaber aus, als dieser plötzlich gefragt habe, wie er denn helfen könne.

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Aufgrund seiner Notlage schilderte Bacher seinem Gegenüber seine Probleme. "Ich habe mich entschieden, dir mit 20.000 Euro zu helfen", sei die Antwort gewesen, die er am nächsten Tag erhalten habe, so der Bayern-Fan. "Ich hatte keinen Zweifel, dass ich mit dem echten Herbert Hainer schreibe."

Der Vereine habe laut Bacher "ja den Ruf, super sozial zu sein" und die Summe hätte "auf einen Schlag alles gelöst".

Abzocke im Namen des FC Bayern München: Opfer wurde noch rechtzeitig misstrauisch

Wenig später habe sich dann auch eine "Deutsche Bank" bei dem Hausmeister eines Seniorenheims in Baden-Württemberg gemeldet, um dessen Bankverbindung zu erfragen sowie wenig später zu bestätigen, dass ein Auftrag seitens Herrn Hainers ergangen sei, Bacher 20.000 Euro zu überweisen. Zunächst sei jedoch eine "Auszahlungsgebühr" in Höhe von 306 Euro fällig.

Der Stuttgarter wurde misstrauisch, entschied sich gegen eine Überweisung der Gebühr - und ging stattdessen an die Öffentlichkeit, um mögliche weitere Opfer zu schützen. "Ich warne jeden davor, sich mit solchen Fakes einzulassen!"

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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