FC-Bayern-Ansage: Keine Feier bei möglichem Titelgewinn nach VfB-Spiel
Von Manuel Schwarz
München - Der FC Bayern will auf eine spontane Meisterfeier am Sonntagabend verzichten, falls der Titelgewinn dann nach dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart feststehen sollte.
"Nein, die Spieler haben sogar selber schon angegeben, dass der Fokus auf Leverkusen ist nach dem Spiel, egal was passiert", sagte Trainer Vincent Kompany.
Drei Tage nach der Bundesliga-Partie gegen die Schwaben steht für den Fußball-Rekordmeister auswärts bei Bayer Leverkusen das Halbfinale im DFB-Pokal an.
Die Bayern könnten am Sonntagabend vorzeitig Meister werden, wenn sie gegen Stuttgart mehr Punkte holen als der Tabellenzweite Borussia Dortmund am heutigen Nachmittag bei der TSG Hoffenheim.
Grundsätzlich bestehen schon seit Wochen keine Zweifel mehr am Titelgewinn des Favoriten.
Doch die Münchner wollen mehr und sind auch im DFB-Pokal und der Champions League noch im Rennen um die Trophäen.
"Wir sind jetzt in einer Phase dieser Saison, wo wir alle damit leben können, dass wir noch ein bisschen warten, bis wir feiern", betonte Kompany.
Kompany unterstreicht: Mit Feiern "noch ein bisschen warten"
"Also hoffentlich wird am Ende gefeiert, aber wie oft und wie groß diese Feier ist, das wird jetzt alles entschieden. Und deswegen ist es für uns ist jetzt kein Problem, ein bisschen Geduld zu haben."
Der Coach deutete nach dem Champions-League-Krimi vom Mittwoch gegen Real Madrid (4:3) und dem kommenden Pokal-Auftritt in Leverkusen Veränderungen seiner Elf für das Stuttgart-Spiel an.
Bis auf die Jungstars Lennart Karl und Tom Bischof sowie Ersatztorhüter Sven Ulreich seien alle Spieler einsatzfähig. "Wir werden den Kader nutzen, weil wir das müssen", sagte er.
Von A- oder B-Teams wolle er nicht sprechen. Spiele wie gegen Stuttgart böten vermeintlichen Ersatzspielern die Chance, vor den großen Partien für sich zu werben.
"Die kommen auf den Platz und die wollen zeigen, ich möchte gerne der Mannschaft helfen, in ein Finale zu kommen und dann im Finale vielleicht auch auf dem Platz stehen. Und genau diese Konkurrenz ist unsere Stärke."
Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/AFP

