FC Bayern schlägt kämpferische Bremer: Gnabry und Co. erhöhen Druck auf BVB!

Bremen - Mühsam zur Meisterschaft? Der FC Bayern München hat sich gegen Werder Bremen zwar erneut im Abschluss schwergetan, am Ende im Fernduell mit Borussia Dortmund durch einen verdienten 2:1 (0:0)-Erfolg jedoch vorgelegt.

Jamal Musiala (l.) und seine Teamkollegen vom FC Bayern München taten sich gegen Werder Bremen am 31. Spieltag der Bundesliga lange schwer.
Jamal Musiala (l.) und seine Teamkollegen vom FC Bayern München taten sich gegen Werder Bremen am 31. Spieltag der Bundesliga lange schwer.  © Carmen Jaspersen/dpa

Die Truppe von Trainer Thomas Tuchel übernahm im Weserstadion von Beginn an erwartungsgemäß die Kontrolle über Ball und Spiel, übte enormen Druck auf die Hausherren aus und schnürte diese nahezu permanent tief in der eigenen Hälfte ein.

Für Thomas Müller war in der Anfangsformation des Rekordmeisters, der in der Hinrunde das Duell mit 6:1 gewinnen konnte, aber erneut kein Platz.

Tuchel ließ die Offensive nach dem 2:0-Sieg gegen Hertha BSC am zurückliegenden Spieltag gänzlich unverändert, lediglich Ryan Gravenberch durfte im Mittelfeld für den gesperrten Leon Goretzka ran.

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Hochkarätige Chancen des haushohen Favoriten waren trotz der mehr als deutlichen Überlegenheit und einem durchaus ansehnlichen Auftritt bis zum Sechzehner allerdings einmal mehr Mangelware.

Das lag zum einen an der Kompaktheit der Gastgeber, zum anderen aber auch am fehlenden Zielspieler bei Hereingaben, der beim FC Bayern weiter schmerzlich vermisst wird. Eric Maxim Choupo-Moting fehlt seit Wochen aufgrund von Knieproblemen.

Passend dazu hatten die Münchner die beste Chance der ersten halben Stunde nach einer Standardsituation - durch einen Abwehrspieler. Ein feiner Freistoß von Joshua Kimmich aus dem linken Halbfeld landete mittig im Strafraum auf dem Kopf von Benjamin Pavard, Werder-Keeper Jiri Pavlenka war jedoch zur Stelle und konnte das Schlimmste so verhindern (19. Minute).

Während sich die Bayern im letzten Drittel weiter schwertaten, brannte es hinten völlig aus dem Nichts lichterloh!

FC Bayern München bestimmt gegen Werder Bremen die Partie: Serge Gnabry wird erneut zum Türöffner

Serge Gnabry erzielte die so wichtige Führung für den FC Bayern München gegen Werder Bremen. Dennoch musste der Rekordmeister am Ende zittern.
Serge Gnabry erzielte die so wichtige Führung für den FC Bayern München gegen Werder Bremen. Dennoch musste der Rekordmeister am Ende zittern.  © Carmen Jaspersen/dpa

Zunächst verpasste Mitchell Weiser eine flache Hereingabe von Romano Schmid von der rechten Grundlinie in der Mitte haarscharf (34.), dann ließ Christian Groß am Strafraum Pavard alt aussehen, zimmerte das Leder jedoch über die Latte (35.).

Glück für den Rekordmeister, der gegen bis dato völlig unscheinbare, aber mit großer Leidenschaft und Konsequenz verteidigende Bremer trotz der Dominanz von mehr als 70 Prozent Ballbesitz und zahlreichen Ecken fast in Rückstand geraten wäre.

Die Doppelchance in Durchgang eins wirkte bei der Mannschaft von Coach Ole Werner auch im zweiten Abschnitt noch spürbar nach. Einen Querpass von Marvin Ducksch konnte die Bayern-Defensive aber in letzter Sekunde vor Weiser noch abwehren (48.).

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Daran, dass die Gäste spielbestimmend blieben, änderte das allerdings wenig. Ein Ball nach dem anderen segelte in den Werder-Sechzehner, ohne jedoch sehr zum Unmut von Tuchel zu einem Ertrag auf der Anzeigetafel zu führen. Zumindest bis zur 62. Minute als es erneut Serge Gnabry war, der wie in der Vorwoche gegen die Alte Dame aus Berlin zum Türöffner wurde.

Eine butterweiche Flanke von Sadio Mané halblinks am Strafraum landete in der Mitte am Fünfmeterraum bei Jamal Musiala, der in der Folge etwas unfreiwillig zum Vorlagengeber für den direkt neben ihm stehenden Teamkollegen avancierte. Gnabry ließ sich nicht zweimal bitten und vollstreckte aus wenigen Metern zur verdienten 1:0-Führung.

Leroy Sané (M.) konnte sich für den FC Bayern München gegen Werder Bremen ebenfalls in die Torschützenliste eintragen.
Leroy Sané (M.) konnte sich für den FC Bayern München gegen Werder Bremen ebenfalls in die Torschützenliste eintragen.  © Marcus Brandt/dpa

Werder Bremen darf durch Niklas Schmidt gegen FC Bayern hoffen - Münchner bringen Sieg über die Zeit

Der inzwischen - wie auch Müller - eingewechselte Leroy Sané machte nach einem bärenstarken Zuspiel von Noussair Mazraoui in die Schnittstelle aus halbrechter Position im Strafraum mit seinem Tor zum 2:0 vermeintlich den Deckel auf die Partie (72.).

Durch die Rückschläge unter Zugzwang gekommen, bemühten sich die Hausherren zwar nach Kräften und kamen durch ein Traumtor aus der Distanz von Niklas Schmidt, der von Milos Veljkovic angespielt worden war, kurz vor Schluss sogar nochmal heran (86.). Letztlich blieb es aber bei der hart erkämpften Ergebniskorrektur, wenngleich die Bayern richtig zittern mussten.

Während die Münchner durch den Sieg den Druck auf den BVB, der am morgigen Sonntag (17.30 Uhr) den VfL Wolfsburg empfängt, erhöhen konnten, geht es für Bremen in den letzten Spielen um einen ordentlichen Abschluss der Spielzeit.

Statistik zum Bundesligaspiel zwischen dem SV Werder Bremen und FC Bayern München am 31. Spieltag

SV Werder Bremen - FC Bayern München 1:2 (0:0)

Aufstellungen

SV Werder Bremen: Pavlenka - Pieper, Stark, Friedl - Weiser, Bittencourt, Groß (77. Gruev), Stage, Jung - Schmid (82. Bittencourt), Ducksch (77. Philipp)

FC Bayern München: Sommer - Mazraoui, Pavard, de Ligt, Cancelo - Kimmich, Gravenberch (64. Müller) - Coman (64. Sané), Musiala, Mané (88. Sarr) - Gnabry

Schiedsrichter: Christian Dingert (Gries)

Zuschauer: 42.100 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Gnabry (62.), 0:2 Sané (72.), 1:2 Schmidt (86.)

Gelbe Karten: Pieper, Friedl / Cancelo

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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