Kracht es nach der Heim-EM? Kimmichs Zukunft beim FC Bayern ungewiss

München - Der Vertrag von Joshua Kimmich (29) beim FC Bayern München läuft nach der kommenden Spielzeit aus, eine Verlängerung ist alles andere als sicher. Das ist ein Problem - und zwar schon in diesem Europameisterschafts-Sommer.

Wie sieht die Zukunft von Joshua Kimmich (29) nach der EM aus?
Wie sieht die Zukunft von Joshua Kimmich (29) nach der EM aus?  © Tom Weller/dpa

Die Ausgangslage ist klar: Eine Entscheidung über die Zukunft des deutschen Nationalspielers muss zwangsläufig nach der Endrunde im eigenen Land fallen. Es droht ein schwerer finanzieller Schlag.

Dem Vernehmen nach soll Kimmich den Klub zwar weiter als ersten Ansprechpartner sehen, allerdings keinesfalls ohne Einschränkungen. Sowohl seine Rolle auf dem Feld als auch die Zahlen auf seinem Konto dürften letztendlich ausschlaggebend sein.

Wie "Sport Bild" berichtet, ist eine Verlängerung in Höhe des aktuellen Gehaltsbereichs, Kimmich verdient bei den Bayern demnach geschätzte 19,5 Millionen Euro pro Spielzeit, unwahrscheinlich.

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Einem vorzeitigen Abschied aus München sollen die Bosse laut "Sky" deshalb sogar offen gegenüber sein. So soll Kimmich wie auch Leon Goretzka (29), Matthijs de Ligt (24), Serge Gnabry (28), Kingsley Coman (27) und Noussair Mazraoui (26) auf einer illustren Liste potenzieller Verkaufskandidaten stehen.

Zu Gesprächen zwischen Rekordmeister und Spielerseite soll es wenig überraschend aber erst nach der EM kommen.

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Hansi Flick (59) hat beim FC Barcelona einen Vertrag als Trainer bis zum 30. Juni 2026 unterzeichnet.  © ---/FC Barcelona/dpa

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Dass die Roten beim Ausbleiben einer Einigung mit Kimmich in die neue Spielzeit gehen, ist nahezu ausgeschlossen. Angesichts eines Marktwerts von geschätzten 50 Millionen Euro wäre ein ablösefreier Abgang im Sommer 2025 ein finanzielles Desaster.

Ein solcher könnte Kimmich allerdings wiederum bei der Wahl seines künftigen Arbeitgebers massiv in die Karten spielen, was im Falle verhärteter Fronten bei den anstehenden Verhandlungen durchaus erhebliches Konfliktpotenzial beinhalten dürfte.

Interesse wird neben Real Madrid nämlich auch dem FC Barcelona nachgesagt. Der Klub von Hansi Flick (59), der die Nachfolge von Xavi (44) antritt, kann sich große finanzielle Sprünge jedoch nicht erlauben. Kimmich zum Nulltarif? Das dürfte sich für die Katalanen extrem verlockend anhören und beim FC Bayern den Handlungsdruck weiter erhöhen.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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