Tragödie bei Spiel von Bayern-Neuzugang: Fan stirbt auf der Tribüne

Granada (Spanien) - In Spanien hat sich am Sonntag eine schreckliche Tragödie abgespielt. Alles mitansehen musste der Neuzugang des FC Bayern, Bryan Zaragoza (22).

Nach einer Stunde Wartezeit verließen die Fans das Stadion, nachdem bekannt wurde, dass der Mann (†64) verstorben war.
Nach einer Stunde Wartezeit verließen die Fans das Stadion, nachdem bekannt wurde, dass der Mann (†64) verstorben war.  © JORGE GUERRERO / AFP

Der spanische Nationalspieler, der bei den Münchnern vergangene Woche einen Vertrag von Sommer 2024 bis Juni 2029 unterschrieb, spielte mit seinem FC Granada zu Hause gegen Athletic Bilbao.

Bilbao führte nach sechs Minuten mit 1:0, doch das Tor von Inaki Williams (29) rückte kurze Zeit später völlig in den Hintergrund.

Denn in der 18. Minute bemerkte Bilbaos Tormann Unai Simon (26), dass auf der Tribüne etwas nicht stimmte. Er machte den Assistenten an der Seitenlinie darauf aufmerksam, wenig später eilten Rettungskräfte auf die Traversen.

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Dort hatte laut Informationen von "Marca" ein Mann (†64) einen Herzstillstand erlitten. Sofort bat Schiedsrichter Santiago Sacristán die Mannschaften in die Kabine.

Eine bange Zeit des Wartens begann, während Ärzte und Sanitäter auf der Tribüne alles Menschenmögliche versuchten, um den Fan zu retten.

Tragisch: Der Verstorbene (†64) kämpfte monatelang gegen den Krebs

Der Torschütze zum 1:0, Inaki Williams (29, l.) und Bayerns Neuzugang Bryan Zaragoza (22, r.) wurden Zeugen der Tragödie in Granada.
Der Torschütze zum 1:0, Inaki Williams (29, l.) und Bayerns Neuzugang Bryan Zaragoza (22, r.) wurden Zeugen der Tragödie in Granada.  © IMAGO / CordonPress

Eine Stunde lang saßen die Spieler in der Kabine, bis letztlich die traurige Nachricht die Katakomben erreichte, dass es der Mann nicht geschafft hatte und noch im Stadion verstorben war.

Die Partie wurde daraufhin abgebrochen. "Wir möchten der Familie und den Freunden sowie der gesamten Familie von Granada unser aufrichtiges Beileid aussprechen", schrieb der FC Granada auf X (ehemals Twitter).

Der Klub teilte zudem mit, dass der Mann eine Dauerkarte besessen habe und zu jedem Spiel seines Lieblingsvereins im Stadion gewesen sei.

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Besonders tragisch: Wie "Radio Marca Granada" zudem berichtete, habe der 64-Jährige nach Informationen seiner Ehefrau monatelang gegen eine Krebserkrankung angekämpft.

Nun fand sein Leben beim Fußball ein jähes Ende. Die Partie wird schon am Montagabend um 21 Uhr beim Stand von 0:1 in der 18. Minute fortgesetzt. Laut der Spielleiterin des Spanischen Fußballverbandes, Carmen Pérez, gäbe es keine andere Möglichkeit, da der Terminplan in der "LaLiga" eng gestrickt sei und es keinen anderen Nachholtermin gäbe.

Die Mannschaft von Bilbao blieb demzufolge über Nacht in Granada. Beide Teams müssen am Montagabend nun versuchen, dieses schreckliche Ereignis auszublenden und sich auf den Fußball zu konzentrieren.

Titelfoto: Bildmontage: JORGE GUERRERO / AFP, IMAGO / CordonPress

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