Altes Trikot! FC Erzgebirge Aue wird "abgestraft"

Aue - Der FC Erzgebirge Aue sorgt dieses Jahr bei den Heimtrikots für eine Neuheit. Alles bleibt beim Alten. Wegen Corona legt der Kumpelverein kein neues Trikot auf, sondern belässt es bei den Retroshirts aus der Vorsaison. Gleiches gilt für das Ausweichtrikot. Dafür wird der Kumpelverein jedoch ordentlich abgestraft.

Ein Neuer im alten Trikot: Anthony Barylla (24) muss die Spielkleidung der Vorsaison "auftragen".
Ein Neuer im alten Trikot: Anthony Barylla (24) muss die Spielkleidung der Vorsaison "auftragen".  © Picture Point/Roger Petzsche

Bei den Redakteuren von "OneFootball" fiel das "recycelte" lila-weiß gestreifte Jersey glatt durch. Im Ranking aller 18 Zweitligisten landet Aue auf dem vorletzten Platz.

"Schlichte Streifen haben offenbar keinen vom Hocker gerissen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass Aue exakt das gleiche Design wie im Vorjahr wählte", lautet es zur Begründung. Nur Regensburg schnitt noch schlechter ab.

Am entgegengesetzten Ende der Tabelle landeten Bremen (3.) und Nürnberg (2.) hinter der inoffiziellen Stilikone Dynamo Dresden mit seiner stylischen Neuheit.

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"Die effektreichen Applikationen, die Ton in Ton als Frontdruck die Frauenkirche oder den Dresdner Zwinger abbilden, kamen bei uns richtig gut an", heißt es von "OneFootball".

Nun ist Mode bekanntlich Geschmackssache. Da gehen die Meinungen fix auseinander, wird man selten allen gerecht. Erst recht, wenn finanzielle Zwänge hinzukommen.

Bitter! FC Erzgebirge Aue konnte wegen Corona nicht genügend Trikots verkaufen

Auch die Unwägbarkeiten, die Corona mit sich brachte, spielten in die Entscheidung, am bestehenden Design festzuhalten, hinein.

"Das letztjährige Heimtrikot ist eine Sonderanfertigung von unserem Ausrüster 'Nike' gewesen, die gemeinsam mit der aktiven Fanszene gestaltet wurde. Bedingung hierfür war eine Mindestorder von 5000 Stück.

Wegen Corona hat der Abverkauf nicht in der Größenordnung stattgefunden wie kalkuliert", erklärt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt.

So sei der Fanshop während der Pandemie teilweise geschlossen gewesen. Auch die Laufkundschaft am Spieltag habe gefehlt.

Voigt: "Dazu kommt, dass durch die Geisterspiele der Kaufanreiz fehlte. Wo will man denn vorrangig sein Trikot tragen? Doch im Stadion."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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