Aue-Coach Dotchev nach Niederlage gegen München: "Wenn ich die Gegentore ansehe, da ist mir schlecht!"

Aue - Die Löwen im Sandwich zwischen den beiden Bezirksderbys in Zwickau und Chemnitz. Mental war das zu viel für den FC Erzgebirge Aue.

FCE-Keeper Martin Männel (35, l.) verhinderte eine höhere Pleite, war beim 0:2 durch Münchens Albion Vrenezi (29) aber machtlos.
FCE-Keeper Martin Männel (35, l.) verhinderte eine höhere Pleite, war beim 0:2 durch Münchens Albion Vrenezi (29) aber machtlos.  © picture point/Sven Sonntag

Ein gewisser Druckverlust war deutlich zu spüren. Der Kopf spielte nicht mit. So hatte ein starker TSV 1860 München am Samstag leichtes Spiel, siegte vor 10.869 Zuschauern mit 3:1 (1:0). Ausreden suchten die Veilchen gar nicht erst.

Nach dem 2:0 in Zwickau war Aue aus dem Gröbsten raus in Sachen Abstiegskampf. Zudem steht der Pokalkracher beim CFC am Mittwoch vor der Tür. Das alles ließ Aue unterbewusst fünf Prozent weniger machen.

Bevor Münchens Stefan Lex (33) völlig frei stehend das 1:0 (16.) erzielte, hatten die Münchner bereits vier große Bretter. Sie alle dienten nicht als Wachmacher für die Lila-Weißen. Die verschliefen den ersten Durchgang komplett, konnten den Knopf im Kopf einfach nicht finden.

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"Der Druckverlust, das kann schon sein. Bei uns war es so: Wir hatten eine Erfolgswelle, alles war schön und schick. Dann kommt ein Gegner mit neuem Trainer und neuem Impuls, der immer besser wurde. München war gereizt, wir waren zufrieden. Diese Konstellation hat nicht gepasst. Es stimmt, es war ein Problem vom Kopf her", ärgerte sich Trainer Pavel Dotchev (57).

Aue-Trainer Dotchev: "Das war Pleiten, Pech und Pannen!"

Das erste Mal in seiner neuen Amtszeit stapfte Pavel Dotchev (57) völlig bedient vom Auer Rasen. Der FCE-Coach war absolut unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.
Das erste Mal in seiner neuen Amtszeit stapfte Pavel Dotchev (57) völlig bedient vom Auer Rasen. Der FCE-Coach war absolut unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.  © picture point/Sven Sonntag

Vor allem in der ersten Hälfte lief sein Team nur hinterher, konnte im Grunde froh sein, dass es zur Pause nur 0:2 stand. Die beiden Gegentore waren allerdings mehr als nur vermeidbar, wenn Aue zumindest etwas Gegenwehr geleistet hätte.

"Das war eine freundliche Unterstützung vor uns. Wenn ich nur die Gegentore ansehe, da ist mir schlecht. Das waren zwei Einwürfe und der Gegner kommt allein vors Tor. Wir waren schon bemüht, aber so, wie wir gespielt haben, hatten wir keine Chance", so Dotchev. "Das war Pleiten, Pech und Pannen!"

Solche Tage gibt es. Aber das wollte Innenverteidiger Alexander Sorge (29) nicht so stehen lassen: "Das ist mir zu einfach gesagt. Das wäre leicht, es so abzustellen. Nein. Wir haben es am Anfang verkackt. Wir waren gegen den Ball nicht aggressiv. Mit Ball haben wir uns nicht bewegt, hatten keine Anspielstationen. 1860 hatte Feuer auf den Platz gebracht. Als wir angefangen haben, stand es schon 0:2."

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Jetzt bleiben drei Tage Zeit, um die Probleme anzusprechen und in Chemnitz wieder voll da zu sein. Die Partie bei den Himmelblauen ist nicht nur für die Fans wichtig.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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