Aue-Coach "Shubi" Shubitidze will defensiv gut stehen

Aue-Bad Schlema - Von einer Generalprobe für das Sachsenpokal-Halbfinale gegen den Chemnitzer FC wollte Khvicha Shubitidze (51) vor der Sonntags-Partie bei VfB Stuttgart II. nichts wissen, genauso wenig von möglicher Belastungssteuerung. Der Fokus von Erzgebirge Aue liegt voll auf dem nächsten Spiel. Nicht mehr, nicht weniger.

Interimstrainer Kvicha Shubitidze (51, r.) will weiter an der defensiven Stabilität arbeiten.  © picture point/Sven Sonntag

"Ich habe es den Jungs schon gesagt, dass ich mir über Chemnitz weniger den Kopf mache. Denn wenn wir darüber nachdenken sollten, brauchen wir gar nicht erst zu Stuttgart zu fahren", meinte Shubitidze auf Nachfrage mit gewisser Bestimmtheit.

Er wolle in Großaspach, wo die VfB-Bubis ihre Heimspiele austragen, endlich den ersten Sieg einfahren. Zählbares ist auch dringend nötig, sonst steigt Aue ab, sofern Saarbrücken gegen 1860 München mindestens einen Punkt holt. Das Damoklesschwert schwebt über den Veilchen.

Immerhin: Die ersten beiden Auftritte unter Regie des Interimstrainers machten dahingehend Mut. Die Gegentorflut unter Vorgänger Christoph Dabrowski (47) wurde gestoppt und auf einen Gegentreffer pro Spiel begrenzt.

FC Erzgebirge Aue Weil sich Aue zweimal nicht zuckte: Möglicher Sportchef ist jetzt Kaderplaner bei Zweitligist

Allerdings: Auch unter Dabrowski lief es die ersten beiden Partien (0:0 gegen Saarbrücken, 2:2 in Köln) und dann folgte der Einbruch.

Anzeige

Bekommt "Shubi" die Veilchen in die Spur?

Gelingt es "Shubi", die Veilchen in die Spur zu bekommen? "Ihr könnt gerne das Phrasenschwein herausholen, aber der erste Punkt, an dem ich angesetzt habe, war der, kein Gegentor zu kassieren. Dann verlierst du auch kein Spiel. Wir wollen möglichst wenig zulassen. Jetzt müssen wir noch am Spiel mit dem Ball arbeiten", sagt der Veilchen-Coach.

Er gibt aber auch zu bedenken: "Defensive Stabilität hinzubekommen, ist in kurzer Zeit möglich. Aber offensiv ist es eine Kunst und schwieriger zu gestalten, wenn man die klareren Abläufe und Raumaufteilung bisher nicht hatte. Das geht nicht in zwei Wochen", sieht Shubitidze noch eine Menge Arbeit vor sich.

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue: