Aue gibt 1500 Tickets zurück und bekommt Häme: Fans gehen lieber zur "U19"!

Aue - "Weniger Schacht, mehr Dynamo." Häme von Dynamo Dresden kassierte der FC Erzgebirge Aue bereits vor Anpfiff des prestigeträchtigen Sachsenderbys. Weil die Veilchen ihr Gästekontingent nicht ausschöpften, wurden 1500 Tickets frei, die nun teilweise an die schwarz-gelben Anhänger gehen. Der Gästeblock ist nur halbvoll. Die erste Derby-Schmach für die Veilchen?!

Ein ausverkauften Gästefanblock im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Das passiert morgen nicht. Aue hat 1500 Tickets - und damit genau die Hälfte - an Dynamo zurückgegeben.
Ein ausverkauften Gästefanblock im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Das passiert morgen nicht. Aue hat 1500 Tickets - und damit genau die Hälfte - an Dynamo zurückgegeben.  © picture point/Sven Sonntag

"Natürlich ist es schade für alle Beteiligten, dass unsere Mannschaft zum Derby nicht die volle Unterstützung hat und stattdessen noch mehr gegnerische Fans dabei sind", ärgert sich FCE-Geschäftsführer Michael Voigt (49): "Mit dem Hohn und Spott, der uns entgegengebracht wird, müssen wir leben."

In den sozialen Medien ließ der auch nicht lange auf sich warten.

Die Dynamo-Fans kosteten das teilweise Wegbleiben der Aue-Fans weidlich aus. Zu lesen waren Kommentare wie: "Die bereiten sich auf die 3te Liga vor.... Die fangen jetzt schon an zu sparen" oder "Peinlich Aue... Sehr, sehr peinlich und auch schade." (Rechtschreibung übernommen).

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FC Erzgebirge Aue Aues Rekordtrainer Dotchev kennt sich eine Etage tiefer aus: "2. Liga im Miniformat"

Die sportliche Ausgangslage, Aue ist sang- und klanglos abgestiegen, für das geringe Derbyinteresse ins Feld zu führen, greift zu kurz und ist auch nur die halbe Wahrheit, wie Voigt erklärt.

"Fast zeitgleich zum Spiel der ersten Mannschaft empfängt unsere 'U19' Hertha 03 Zehlendorf, wo es um den Aufstieg in die 1. Bundesliga geht. Von den Fans gibt es hierzu einen Aufruf unsere Junioren in diesem für den Verein und das Nachwuchsleistungszentrum wichtigen Spiel zu unterstützen."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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