Aue-Bad Schlema - Neun Tage durften die FCE-Fans noch hoffen, dass Aue Drittligist bleibt. Doch nun steht fest, es wird die Regionalliga. Die Anhänger und der Verein müssen sich auf einige Änderungen gegenüber der 3. Liga gefasst machen. Nicht alle sind schlecht. Hier sind einige.
TV-Geld
Die Vereine der Regionalliga Nordost erhalten aus dem zentralen TV-Vertrag mit dem Medienpartner Ostsport.TV lediglich etwa 10.000 Euro pro Saison und Klub. Diese Summe deckt nur einen Bruchteil der Etats, weshalb viele Vereine die geringe finanzielle Beteiligung stark kritisieren. In der 3. Liga waren es im Vorjahr 1,2 Millionen Euro. Geld, das natürlich fehlt.
TV-Übertragung
Aktueller Rechteinhaber ist eben Ostsport.TV. Der Vertrag läuft bis zum Sommer 2030. Der Streamingsender zeigt allerdings überwiegend Zusammenfassungen, die kostenlos sind. Der MDR zeigt regelmäßig Live-Spiele - auch im Livestream - und Zusammenfassungen. Heißt: Das Magenta-Abo wird nicht mehr gebraucht. Der Fan spart also im Jahr 155 Euro.
Anstoßzeiten
Die sind ähnlich der 3. Liga. Freitags wird 19 Uhr gespielt, das bleibt. Samstag gibt es 14- und 16-Uhr-Spiele - je nach TV-Übertragung. Sonntags gehen die Partien 14 Uhr über die Bühne. Einen späten Anstoß - wie in der 3. Liga um 19.30 Uhr - gibt es nicht. Das ist familienfreundlicher. Allerdings wird es mindestens drei englische Wochen bis zum Ende der Hinrunde geben.
Derbys gelten als Fan-Magnete
Entfernungen
Meppen, Düsseldorf, zweimal Köln, Saarbrücken, Münster - die großen Strecken fallen für die kommende Saison weg. Die Profis sitzen deutlich kürzer im Bus. Aue spart eine Menge Spritgeld. Es gibt nur eine lange Fahrt und das ist die nach Greifswald. Chemnitz und Zwickau sind fast zu Fuß zu erlaufen, auch Halle, Jena, Erfurt und zweimal Leipzig sind keine großen Distanzen. Fünfmal geht es gegen Berliner Vereine, zweimal nach Babelsberg, wo auch Aufsteiger Stahnsdorf spielen soll.
Zuschauer
Der FC Erzgebirge wird gegenüber der Vorsaison wohl eher keine Einbußen haben. Das ist einer der wenigen Fakten, die positiv zu bewerten sind. Im Vorjahr in der 3. Liga kamen im Schnitt 8430 Zuschauer. Allein die vielen Derbys werden Fan-Magnete sein. Vereine wie eben Stahnsdorf oder Hertha II. werden nicht weniger Fans mitbringen als im Vorjahr Verl, Hoffenheim II. oder auch Stuttgart II.