Aue-Vorstand nimmt sich meuternde Aufsichtsräte zur Brust

Aue-Bad Schlema - Erzgebirge Aue sieht angesichts neun Punkten Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze den Tatsachen ins Auge und rüstet sich für den immer wahrscheinlicher werdenden Gang in die Regionalliga.

Aue-Präsident Thomas Schlesinger (53).  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Einmal mehr mussten sich die Veilchen eingestehen, dass mit der Vielzahl an Gegentoren in dieser Liga kaum ein Spiel zu gewinnen ist", sieht der Verein im 2:4 in Essen eher eine schmerzhafte Bestätigung als neue Erkenntnis.

"Auch wenn sich das Team nicht aufgibt und beim Tabellendritten erneut Moral bewies, sinken die Chancen auf den Klassenerhalt wöchentlich", heißt es.

Der Vorstand hat bereits in der vergangenen Woche den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, des Nachwuchsleistungszentrums, des Internats und der Stadionbrigade Rede und Antwort gestanden und die Auswirkungen eines Abstiegs auf die Saison 2026/27 erklärt.

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Die Kernbotschaft: aufgebaute Strukturen und die professionelle Infrastruktur sollen trotz notwendiger Einschränkungen und Einsparmaßnahmen weitgehend erhalten bleiben.

Ziel ist, einen Etat nahe an zehn Millionen Euro auf die Beine zu stellen und den Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen.

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Präsudent Schlesinger: "Wir beziehen den Aufsichtsrat natürlich mit ein"

Im Aufsichtsrat gab es auch schon Gespräche über einen Nachfolger von Coach Christoph Dabrowski (47).  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Zudem ging der Vorstand auch auf die Berichte von TAG24 und weiterer Medien ein, wonach Aufsichtsräte konträre Meinung zur Arbeit des Vorstandes, konkret von Präsident Thomas Schlesinger (53) und Sportvorstand Jens Haustein (58), haben.

Ein Festhalten an Sportchef Michael Tarnat (56) bei Abstieg soll ein Kritikpunkt sein. Dazu gab es aus dem Aufsichtsrat Gespräche für die Nachfolge des amtierenden Coaches Christoph Dabrowski (47).

Schlesinger hierzu: "Es gibt zweifellos verschiedene Wege, um im Jubiläumsjahr sportlich in die Erfolgsspur zurückzufinden. Und in einem heterogenen Gremium wie dem Aufsichtsrat mit vielen Persönlichkeiten auch unterschiedliche Ideen. Das ist absolut legitim, jedem Einzelnen liegt der Verein am Herzen. Wir beziehen den Aufsichtsrat natürlich mit ein, arbeiten eng zusammen und legen stets Wert auf Empfehlungen und Sichtweisen."

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Letztlich sei jedoch der Vorstand derjenige, der Entscheidungen im operativen Geschäft trifft. "Dazu ist er gewählt und angetreten", erklärt Schlesinger.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 29 49:26 58
2 FC Energie Cottbus 29 54:43 53
3 Rot-Weiss Essen 29 59:48 52
4 SC Verl 29 67:41 51
5 MSV Duisburg 29 52:40 51
6 FC Hansa Rostock 29 52:32 50
7 TSV 1860 München 29 45:37 49
8 SV Wehen Wiesbaden 29 42:32 48
9 SV Waldhof Mannheim 29 47:53 42
10 Alemannia Aachen 29 51:50 41
11 FC Ingolstadt 04 29 49:39 40
12 Viktoria Köln 29 40:39 38
13 VfB Stuttgart II 29 35:46 38
14 SSV Jahn Regensburg 29 37:43 36
15 TSG 1899 Hoffenheim II 29 53:53 35
16 1. FC Saarbrücken 29 40:43 33
17 FC Erzgebirge Aue 29 33:52 24
18 SSV Ulm 1846 29 38:61 24
19 TSV Havelse 29 41:64 23
20 1. FC Schweinfurt 05 29 26:68 14

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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