Aue - Bei Erzgebirge Aue gärt es - trotz der sportlichen Konsolidierung unter Khvicha Shubitidze (51) und der eigenen Ambition, mit einem runderneuerten Kader und entsprechend in Aussicht gestellten finanziellen Mitteln den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen. Der Kumpelverein leistet sich einfach zu viele handwerkliche Fehler. Jüngstes Beispiel ist das Prozedere zum Info-Abend am Dienstag.
Der richtete sich ursprünglich an Mitglieder, Fans, Sympathisanten und Sponsoren, wurde aber kurzerhand zur geschlossenen Gesellschaft nur für Mitglieder.
Die angeführten logistischen und organisatorischen Gründe klangen noch plausibel. Die Furcht vor "wildfremden Menschen" als Feigenblatt, um treue Fans auszuschließen, stieß vielen sauer auf.
Dass der Verein selbst durch Vorstandsmitglied Jörg Püschmann Kommunikationsfehler einräumte, ist ein schwacher Trost. Entsprechend vielzählig waren die Reaktionen, die TAG24 aus Fankreisen erhielt.
"Was ist dieser Verein ohne seine Fans? Ein NICHTS! Das sollte der Vorstand schleunigst kapieren, ansonsten wird's mit dem Neuanfang sicherlich nichts", hieß es seitens eines Anhängers, der nach eigener Auskunft seit 40 Jahren zum Verein stehe.
Er sagte weiter: "Ich war mit meiner Familie am Samstag in Schweinfurt beim letzten Spiel der Saison vor Ort. Und? Die Stimmung der Fans und der Support an die Mannschaft waren top. Und das, obwohl der Abstieg längst besiegelt war. Den Dank für die Unterstützung habe ich heute erhalten. Ich gelte halt als 'wildfremd'."
Aue-Fans nach Ausschluss weiter sauer
Ein weiterer FCE-Fan, der ebenfalls seit mehreren Jahrzehnten zum Verein geht, schrieb: "Der gemeine Fan kommt sich einfach nur noch verarscht vor. Berichten sie weiter sachlich und kritisch, denn in diesem Verein muss was passieren."
Die Kommentare in den sozialen Medien, so zum Beispiel bei Facebook unter der Klubpräsenz des FC Erzgebirge Aue fallen ähnlich kritisch aus.
Fakt ist: Selbst bei einem Sachsenpokal-Sieg herrscht alles andere als eitel Sonnenschein im Lößnitztal.
Tabelle 3. Liga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
VfL Osnabrück | 38 | 66:34 | 80 | |
| 2 |
|
FC Energie Cottbus | 38 | 72:51 | 72 | |
| 3 |
|
Rot-Weiss Essen | 38 | 78:66 | 70 | |
| 4 |
|
MSV Duisburg | 38 | 66:49 | 68 | |
| 5 |
|
FC Hansa Rostock | 38 | 74:49 | 67 | |
| 6 |
|
SC Verl | 38 | 82:48 | 64 | |
| 7 |
|
Alemannia Aachen | 38 | 76:57 | 64 | |
| 8 |
|
TSV 1860 München | 38 | 54:53 | 56 | |
| 9 |
|
SV Wehen Wiesbaden | 38 | 54:52 | 53 | |
| 10 |
|
SV Waldhof Mannheim | 38 | 59:72 | 52 | |
| 11 |
|
Viktoria Köln | 38 | 51:53 | 51 | |
| 12 |
|
FC Ingolstadt 04 | 38 | 65:56 | 49 | |
| 13 |
|
SSV Jahn Regensburg | 38 | 54:58 | 49 | |
| 14 |
|
VfB Stuttgart II | 38 | 57:69 | 46 | |
| 15 |
|
1. FC Saarbrücken | 38 | 51:57 | 44 | |
| 16 |
|
TSG 1899 Hoffenheim II | 38 | 65:71 | 43 | |
| 17 |
|
TSV Havelse | 38 | 57:89 | 35 | |
| 18 |
|
FC Erzgebirge Aue | 38 | 51:70 | 34 | |
| 19 |
|
SSV Ulm 1846 | 38 | 49:78 | 33 | |
| 20 |
|
1. FC Schweinfurt 05 | 38 | 38:87 | 21 | |
Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.