Erzgebirge Aue setzt weiter auf die Jugend: Kein Neuzugang älter als 24

Aue - Der FC Erzgebirge geht seinen im Vorjahr eingeschlagenen Weg weiter. Der Blick auf die bisherigen Neuzugänge bestätigt dies. Keiner ist älter als 24 Jahre. Die Veilchen setzen auf die Jugend, die an der Seite der alten Haudegen reifen soll.

Mika Clausen (22) kommt von der U23 des FC St. Pauli nach Aue.
Mika Clausen (22) kommt von der U23 des FC St. Pauli nach Aue.  © Imago/Claus Bergmann

"Das muss unsere Philosophie sein. Viele fertige Profis können wir uns nicht leisten. Wir müssen Jungs für uns gewinnen, die das Niveau der 3. Liga haben, die sich weiterentwickeln wollen und Aue als Chance sehen", sagte FCE-Sportchef Matthias Heidrich (46) vor einem Jahr.

"Außerdem ist es von Vorteil, dass die Jungs in ihren Vereinen technisch und taktisch hervorragend ausgebildet wurden", ergänzte er. Ein weiterer: Sie kosten kaum Geld.

Niko Vukancic (22, U23 Düsseldorf), Joshua Schwirten (22, U23 Köln), Steffen Meuer (24, U23 Mönchengladbach), Louis Lord (20, U23 Bremen) kamen aus einem NLZ. Dazu Sean Seitz (22) vom VfR Aalen. Mit Franco Schädlich (20) und Finn Hetzsch (19) wurden zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs nach oben gezogen.

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FC Erzgebirge Aue Aue-Coach Dotchev über weitere Zugänge und dem Weggang von Elsner und Schädlich

In der neuen Saison geht Aue den eingeschlagenen Weg weiter, keiner der bisherigen Neuzugänge ist älter als 24 Jahre. "Wir setzen darauf, sind davon überzeugt. Wir leben die Philosophie", sagte Heidrich jüngst: "Junge Spieler entwickeln, sie in unsere Mannschaft ein- und sie zu Leistungsträgern aufbauen." Der FCE wird so selbst zum Ausbildungsverein, um sich wieder zu profilieren und später vielleicht auch Ablösen zu generieren.

Unterstützung erhalten die jungen Spieler von den Erfahrenen Männel und Stefaniak

Mit William Kallenbach (18) schafft es erneut ein Talent aus den eigenen Reihen zu den Profis.
Mit William Kallenbach (18) schafft es erneut ein Talent aus den eigenen Reihen zu den Profis.  © picture point/Sven Sonntag

Pascal Fallmann (20) wechselt zwar von Rapid Wien ins Erzgebirge, spielte aber im Vorjahr bei der U23 des SC Freiburg. Mika Clausen (22) stößt von der U23 des FC St. Pauli dazu, Ricky Bornschein kommt von der U23 aus Fürth, Maxim Burghardt vom Regionalliga-Aufsteiger Trier.

Lediglich Can Özkan (Bielefeld) verfügt über ausreichend Drittliga-Erfahrungen, ist aber auch erst 24. Zudem schafft mit William Kallenbach (18) erneut ein Talent aus den eigenen Reihen den Sprung zu den Profis.

Insgesamt 14 Spieler im aktuellen Kader sind nicht älter als 24 Jahre. Sie alle sollen sich an der Seite der Erfahrenen um Martin Männel (36) und Marvin Stefaniak (29) entwickeln.

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Nun liegt es an Trainer Pavel Dotchev (58), die hauseigene Philosophie auf dem Platz umzusetzen. Dass eine Mischung aus jungen Wilden und alten Haudegen funktionieren kann, zeigte im Großen Spanien im ersten EM-Gruppenspiel gegen Kroatien. Im Kleinen soll und will es nun Aue umsetzen.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Claus Bergmann, Picture Point/Sven Sonntag

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